Oskar Hossfeld

Oskar Hossfeld (1848-1915), eigentlich Friedrich Oskar Hossfeld (wurde auch „Hoßfeld“ geschrieben), war ein Architekt und preußischer Baubeamter. Er war das einzige Vorstandsmitglied im Dombauverein zu Meißen, das nicht aus Sachsen kam. Wenn sich auch in dieser Zeit zahlreiche Architekten und Denkmalpfleger gegen den Bau der Meißner Domtürme stellten setzte sich Oskar Hossfeld stets für den Dombaugedanken ein.
Oskar Hossfeld wurde am 4. Juli 1848 in Schulpforta bei Naumburg geboren und besuchte dort zunächst die Landesschule. Anschließend absolvierte er erfolgreich ein Architekturstudium in Berlin und findet später eine Anstellung in der preußischen Hofverwaltung.
Als Architekt liefert er beispielsweise die Entwürfe zum Bau der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche in Liegnitz (heute St. Hyazinth in Legnica in der Republik Polen), der Evangelischen Stadtkirche in Bitterfeld und der Pauluskirche in Halle (Saale). Im Jahre 1888 trat er als Landbauinspektor in das Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Berlin ein. Ab 1900 übernahm Oskar Hossfeld, welcher der Denkmal- und Heimatschutzbewegung nahestand, die Dezernatsleitung für Museums-, Kirchen- und Denkmalbauten. Oskar Hossfeld verstirbt am 15. Oktober 1915 in Bad Wildungen in Nordhessen.[1][2][3][4]
Literatur
- Vorstand des Meißner Dombauvereins: Zur Erinnerung an die Feier der Wiederherstellung der Westtürme des Domes, Vorstand des Meißner Dombauvereins, Druck: C. E. Klinkicht & Sohn, Meißen, 1908.
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929 (online).
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
- Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 90 bis 95, 132 bis 141, 216 bis 221.
- ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.