Museumsführer vom Geschichtsverein Meißen

Titelblatt vom Museumsführer von 1915.

Der Museumsführer vom Geschichtsverein Meißen wurde im Jahre 1915 vom Vereinsmitglied Reinhold Hornig zusammengestellt und vom Museum des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen herausgegeben. Reinhold Hornig war ein Bürgerschullehrer in Meißen und wohnte 1914 in Niederspaar in der Grundmannstraße Nr. 7. Der Museumsführer erschien im A5-Format und ist mit Heftklammern gebunden. Das Heft beinhaltet ebenfalls eine Kopie vom Kupferstich aus „Braun et Hogenbergius, Civitates Orbis Terrarum“. Coloniae ohne Jahr (1575). Der Kupferstich zeigt die Gebäude der Stadt Meißen um 1575.

Die beiden Umschlagsseiten des Museumsführers wurden von Horst Hornig gestaltet. Im Heft befinden sich zudem vier Zeichnungen mit Meißner Motiven von Horst Hornig. Horst Hornig war der Sohn von Reinhold Hornig. Er war Fotograf und hatte um 1927 sein Foto-Atelier in der Bahnhofstraße Nr. 2. Auf der Titelseite ist die Brunnenfigur des Heinrichsbrunnen am Heinrichsplatz mit König Heinrich I. zu sehen. Auf der Rückseite ist das Stadtsiegel von Meißen abgebildet. Eine Preisangabe gibt es nicht.

Der Museumsführer

Mit einem Vorwort von Reinhold Hornig wird der Museumsführer durch die Sammlungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen eröffnet. Der Museumsführer umfasst 48 Seiten und die darin aufgeführten Exponate sind fortlaufend nummeriert. Unterteilt wurde der Museumsführer in zwölf Abteilungen mit Untergruppen.

I. Abteilung

In der „I. Abteilung“ (Nummern 1-31) sind Exponate aus der Urzeit, der Steinzeit, der Bronzezeit, Eisenzeit und der Sorbenzeit einzeln aufgeführt und teilweise näher erläutert.

II. Abteilung

Diese Abteilung enthält die Untergruppen:

  • Die Albrechtsburg (Nr. 32-37)
  • Wertvolle Bilder von der Albrechtsburg (Nr. 38-47)
  • Entwicklung der Stadt im allgemeinen (Nr. 48-92)
  • Die Stadtverwaltung (Nr. 93-106)

III. Abteilung

Diese Abteilung enthält die Untergruppen:

  • Der Dom (Nr.107-122)
  • Meißner Kirchen, Frauen- oder Stadtkirche (Nr. 123-135)
  • Kirche und Kloster St. Afra (Nr. 136-139)
  • Die Nikolaikapelle (Nikolaikirche) (Nr. 140)
  • Die Martinskirche (Nr. 141-143)
  • Das Franziskanerkloster (Nr. 144-158)
  • Das Kloster zum Heiligen Kreuz (Nr. 159-161)
  • Die Jakobskapelle (Nr. 162)
  • Die Fürstenschule (Nr. 163-171)
  • Die Lateinschule (Nr. 172-176)
  • Alte Stadtschule (Nr. 177-179)

Zudem sind noch religiöse Schriften sowie die Inschriften aus dem Turmknopf der Stadtkirche unter den Nummern 180-191 aufgeführt.

IV. Abteilung

Diese Abteilung enthält Erinnerungen an den Meißner Weinbau. Die Exponate sind unter den Nummern 192-202 aufgeführt.

V. Abteilung

Diese Abteilung enthält Exponate zum Thema „Innungen“, welche unter den Nummern 203-258 aufgeführt wurden.

VI. Abteilung

Diese Abteilung enthält Exponate zum Thema „Die Porzellanmanufaktur“, welche unter den Nummern 259-282 aufgeführt sind.

VII. Abteilung

Diese Abteilung enthält Exponate zum Thema „Industrie“, welche unter den Nummern 283-300 aufgeführt sind.

VIII. Abteilung

Diese Abteilung enthält Exponate zum Thema „Handel und Verkehr und „Die Münzsammlung“, welche unter den Nummern 301-318 aufgeführt ist.

IX. Abteilung

Diese Abteilung widmet sich den „Gesellschaften“. Untergruppe:

  • Die Schützengesellschaft (Nr. 319-333)

X. Abteilung

Diese Abteilung widmet sich den „Meißner Künstlern“ und ihren Bildern , Grafiken und Zeichnungen zu (Nr. 334-357).

XI. Abteilung

Diese Abteilung enthält Exponate zum Thema „Familienraum“, welche unter den Nummern 358-412 aufgeführt sind. Darin sind Bilder, Möbel, Steingut-Exponate, Meißner Trachten, Patenbriefe und Gebrauchsgegenstände aus Zinn und Silber aufgeführt.

XII. Abteilung

Diese Abteilung bekam den Namen „Der Kriegsraum“ und enthält die Untergruppen:

  • Die Waffen an den Stirnwänden, Gipsabdrücke, Schutzbrief und Pläne (Nr. 413-432)
  • Die Freiheitskriege mit Bekanntmachungen, Vorschriften, Proklamationen, Trompeten, Aquarelle und Landkarten. (Nr. 433-471)

Zum Abschluss machte der Autor darauf aufmerksam, dass dem Museum noch eine weitere Sammlung von Gegenständen aus fremden Ländern angegliedert ist. Diese Sammlung wurde dem Geschichtsverein vom Privatus Zschörner vermacht. Der Autor schließt den Museumsführer mit dem Hinweis ab: Da aber ein Verzeichnis fehlt, nimmt die Katalogisierung längere Zeit in Anspruch und wird erst später vollendet sein.

Druckereien

Literatur

  • Reinhold Hornig: Führer durch die Sammlung des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen. Verein für Geschichte der Stadt Meißen, Meißen, 1915.