Museum vom Geschichtsverein Meißen
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Das Museum vom Geschichtsverein Meißen, eigentlich „Museum des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen“, war ein Museum, welches sich im Obergeschoss der Franziskanerkirche in der Meißner Altstadt befand. Der Rat der Stadt hatte im Jahre 1901 den ehemaligen Turnboden im Obergeschoss der Franziskanerkirche dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt. Vorangegangen war ein Aufruf vom Geschichtsverein zur Einrichtung eines städtischen Museums an die Meißner Bürger ergangen und dieser fand überall Gehör.
Es gab einige finanzielle Beihilfen vom Rat der Stadt und anderen Vereinen. Zudem waren damals finanzielle Mittel von der „Kommission zur Erhaltung der Kulturdenkmäler“ geflossen, welche eine derartige Einrichtung schließlich ermöglichte. Genaugenommen wurde damit auch der Grundstock für das heutige Stadtmuseum geschaffen. Das gesamte Untergeschoss der Franziskanerkirche blieb weiter als Lager und Schüttboden der „Zollniederlage“ und der „Getreidehandlung Gebhardt“.
Geschichte
Innungen und Bürger der Stadt brachten zudem die unterschiedlichsten Ausstellungsgegenstände mit ein und man konnte mit der Einrichtung beginnen. Jedoch auch der Geschichtsverein Meißen hatte bereits eine stattlich Sammlung zusammengetragen. Zudem kamen später auch noch Stiftungen von beispielsweise Dr. Donner, der Familie Zschörner und von den Erben Schnorr von Carlsfeld. Besondere Verdienste zur Schaffung des Museums erwarben sich ebenfalls Prof. Dr. Loose, Prof. O. E. Schmidt, Dr. Leonhardt und Oberlehrer Reinhold Hornig.
Eröffnung
Am 6. Oktober 1901 konnte das Museum in der Franziskanerkirche eröffnet werden. Durch eine weitere größere Geldspende, welche ein anonymer Meißner zur Verfügung gestellt hatte, konnte der Bau einer Freitreppe vom Heinrichsplatz zum Museum finanziert werden. Die Freitreppe wurde im Jahre 1902 eröffnet. Das Museum konnte bereits 1915 ca. 500 Ausstellungsgegenstände zählen. Darunter waren auch einige Leihgaben. Während des ersten Weltkrieges und in den folgenden Jahren war von einer Weiterentwicklung des Museums kaum etwas zu spüren. Im Jahre 1915 erarbeitete das Vereinsmitglied Oberlehrer Reinhold Hornig einen Museumsführer für die ausgestellten 471 Exponate. Nach dem Krieg musste man feststellen, dass die bisherige Aufstellung der Exponate auf dem Oberboden nun nicht mehr den Anforderungen entsprach. Zudem hatte man schon 1912 festgestellt, dass der Museumsraum auf dem Oberboden wegen der starken Staubentwicklung aus der darunterliegenden Zollniederlage ungeeignet war. Man musste dringend Abhilfe schaffen.
Letztmalig wurde 1922 ein vergeblicher Versuch unternommen, das Vereinsmuseum in die Räume der Albrechtsburg zu verlegen. Als man schließlich auch noch dem Verein die städtische Weinpresse vom Ratsweinberg anbot hatte der Stadtrat endlich ein Einsehen. Es wurde am 27. Juli 1928 beschlossen, dass die Zollniederlage aus Verkehrsrücksichten nicht wieder in die Franziskanerkirche zurückverlegt wird. Der Verein sollte die zusätzlichen Räumlichkeiten im Erdgeschoss nun auch für das Vereinsmuseum nutzen dürfen. Mit dem Aufruf zur feierlichen Ausgestaltung der Stadt zur Jahrtausendfeier durch Helmuth Gröger, bezog man nun auch die Franziskanerkirche mit ein. Ein städtisches Museum sollte dort entstehen.
Schließung
Die Schließung des Vereinsmuseums erfolgte im Zusammenhang mit dem Umbau der Franziskanerkirche zum städtischen Museum. Am 8. August 1934 ist das städtische Museum als Haus der Heimat eröffnet worden. Die zur Ausstellung gelangten Exponate stammten vorwiegend aus den Beständen des Geschichtsvereins Meißen oder es handelte sich um Leihgaben.[1][2]
Literatur
- Franz Kunz, Leiter vom Stadtmuseum Meißen: 60 Jahre Stadtmuseum Meissen. In: Meißner Heimat, Heft September 1962.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Franz Kunz, Leiter vom Stadtmuseum Meißen: 60 Jahre Stadtmuseum Meissen. In: Meißner Heimat, Heft September 1962, S. 4 bis 7.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 231 bis 234.