Museum „Haus der Heimat“
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Das Museum „Haus der Heimat“, eigentlich „Haus der Heimat Städtisches Museum Meißen“, war ein städtisches Museum, welches sich ab dem 8. August 1934 in der Franziskanerkirche in der Altstadt der Stadt Meißen befand. Vorher bestand im Obergeschoss der Franziskanerkirche ab 1901 das Museum vom Geschichtsverein Meißen.
Geschichte
Nach der Schließung des Vereinsmuseums erfolgte im Zusammenhang mit dem Umbau der Franziskanerkirche zum städtischen Museum, die Eröffnung am 8. August 1934 als „Haus der Heimat. Die dort zur Ausstellung gelangten Exponate stammten vorwiegend aus den Beständen des Geschichtsvereins Meißen oder es handelte sich um Leihgaben. Grund zum Umbau war ein Aufruf zur feierlichen Ausgestaltung der Stadt zur Jahrtausendfeier durch Helmuth Gröger. Die bereits stattliche Anzahl der Exponate sollte nun noch umfangreicher ausgebaut werden.
Leihgaben und Spenden
Es gab beispielsweise Leihgaben aus dem Besitz des Bauern Andrä aus Seebschütz, der Porzellanmanufaktur Meißen und auch viele Bürger aus dem Stadt- und dem Kreisgebiet ließen die Sammlung weiterwachsen. Im Jahre 1935 erscheint das Stadtmuseum erstmalig im Haushalt des Rates unter der Rechnungs-Nr. 60 der Abteilung Volksbildung. Von Seiten des damaligen nationalsozialistischen Staates wurden allerdings wenig Mittel für derartige kulturelle Zwecke verausgabt. Noch immer lag die gesamte Verwaltung in den Händen des Geschichtsvereins und beruhte vorwiegend auf ehrenamtlicher Mitarbeit.
Der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg ließen das Museum stagnieren. Die Hitlerzeit hatte den ursprünglichen humanistischen Gedanken des städtischen Museums nach und nach verschwinden lassen. Jede Weiterentwicklung war gehemmt oder wurde aktiv behindert. Die gesammelten Exponate hatte man meist in die Archive verbannt. Ausgestellt wurden meist nur noch charakteristische Dinge, welche der nationalsozialistischen Gesinnung entsprachen und fanden in einer Art „Heimattümmelei“ ihren Niederschlag. Die Besucherzahlen aus dieser Zeit geben den Zustand deutlich wieder.
Ab 1945
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde durch die Sprengung der Altstadtbrücke im April 1945 auch das Museum „Haus der Heimat“ in Mitleidenschaft gezogen. Das Gebäude der Franziskanerkirche erlitt dabei große Schäden. Ein geregelter Museumsbetrieb war nicht mehr möglich. Umfangreiche Aufräumungsarbeiten und Sicherungsmaßnahmen waren dringend nötig um das Gebäude und die dort noch verbliebenen Exponate zu schützen. Ein Teil des im Krieg nach Schloss Reinsberg ausgelagerten Museumsgutes war zu 80 Prozent verschwunden oder wurde vernichtet.
Durch die neue Stadtverwaltung von Meißen und der Aktivität von Meißner Bürgern, den Mitarbeitern des Stadtmuseums und vielen aufgeschlossenen Handwerksmeistern begann man im Juli 1946 mit dem Wiederaufbau des Museums. Im Jahre 1947 waren die Restaurierungsarbeiten soweit beendet, dass man die 1. Meissner Kunstausstellung 1947 eröffnen konnte. Die Ausstellung fand von Oktober bis November 1947 im Stadtmuseum Meißen statt. Ein geregelter Museumsbetrieb war noch nicht wieder möglich, da die Bauarbeiten im Gebäude noch nicht abgeschlossen waren. Es gab in dieser Zeit jedoch in gewissen Abständen, sechs Sonderausstellungen. Ab 1949 konnte dann mit dem Aufbau einer ständigen Schau begonnen werden. Die umfangreiche Sammlung von Ernst Otto Horn aus Meißen half dabei viele Lücken zu füllen. Am 7. August 1949 wurde das „Stadtmuseum Meißen“ wiedereröffnet.[1][2]
Literatur
- Franz Kunz, Leiter vom Stadtmuseum Meißen: 60 Jahre Stadtmuseum Meissen. In: Meißner Heimat, Heft September 1962.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Franz Kunz, Leiter vom Stadtmuseum Meißen: 60 Jahre Stadtmuseum Meissen. In: Meißner Heimat, Heft September 1962, S. 4 bis 7.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 231 bis 234.