Molekular-Zerstäubung Meißen
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Die Molekular-Zerstäubung Meißen war ein Maschinenbau-Betrieb in Meißen. Hergestellt wurden vorwiegend Zerstäubungstrockner. Zudem wurden die sich daraus ergebenden Verfahren verwertet. Ansässig war die Fabrik an der Ossietzkystraße Nr. 35 im Stadtteil Triebischtal. Die Firma wurde mehrfach umbenannt.
Geschichte
Im Jahre 1924 gründete Karl Ladisch einen 1929 in „Nubilosa, G.m.b.H., Meißen, Molekular-Zerstäubung“ umbenannten Maschinenbau-Betrieb. Herstellung und Vertrieb von Zerstäubungstrocknern. Zudem gab es eine „Versuchsanstalt“ am Lindenplatz Nr. 3, in Niederfähre im Stadtteil Cölln, welche im Sommer in den Fabrikneubau am Lindenplatz Nr. 4 verlegt wurde. Ab den 1970er Jahren war die „Versuchsanstalt“ ein Versuchsbetrieb für kleintechnische Erprobungen. Der Betrieb wurde später dem Betrieb Keramik (WTK) Meißen zugeordnet.
Auf der Industriebrache der ehemaligen Teutonia GmbH wurden 1939 noch vorhandene Gebäude abgerissen und dort um 1943 eine Maschinenbaufabrik für Zerstäubungstrockner errichtet. Der Betrieb wurde nach dem Zweiten Weltkrieg um 1946 enteignet. Ab 1948 firmierte sich der Betrieb zum „VEB Nagema Molekularzerstäubung Meißen“, welcher fortan im Volksmund als „Molle“ bezeichnet wurde. Es folgte in den 1960er Jahren der Bau von zwei großen Hallen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Am 2. Januar 1962 war die erste Halle fertiggestellt und die zweite Halle konnte im Jahre 1963 übergeben werden.
Produkte/Neuentwicklungen
Gefertigt wurden dort weiterhin Zerstäubungstrockner nun vorwiegend für die Milchpulvererzeugung sowie die Trocknung von PVC-Emulsionen. Eine Neuentwicklung gab es 1961 mit dem Zerstäubungstrockner für die Herstellung von „Pulverkaffee“ (DDR, Presto-Kaffee). Der Betrieb belieferte das gesamte Wirtschaftsgebiet des RGW mit diesen Zerstäubungstrocknern. Im Jahre 1971 wurde der Betrieb als „VEB Rationalisierung Luft- und Kältetechnik“ umfirmiert. Mit den ca. 365 Mitarbeitern wurden nun auch Sondermaschinen , lufttechnische Anlagen (Be- und Entlüftungskanäle), Steuerungstechnik und Fertigungsanlagen gebaut. Zum Beispiel baute man dort die Anlagen zur automatischen Fertigung von Türen für den Tiefkühlschrank H 115 TK, welche beispielsweise im Werk Niedersachswerfen (DKK-Werk) eingesetzt wurden.
Ab 1990
Ab dem 14. August 1990 firmierte sich das Werk in „Meißner Sondermaschinen- und Werkzeugbau GmbH“ um und am 1. Mai 1993 wurde der Betrieb unter Beibehaltung des Firmennamens privatisiert. Im Mai 1994 gab es noch 121 Beschäftigte. In dieser Zeit stellte man komplette Fertigungslinien für die Heizkörperproduktion, Banktresor-Unterteile, Ausrüstung für Sägeblattherstellung und Gestelle für Schweißtische her. Die Firma ging am 8. November 1995 in Konkurs. In der Zeit vom 9. November bis 13. November 1995 hatte man die Mitarbeiter entlassen.
Die Liegenschaft Ossietzkystraße Nr. 35 war später Sitz der „Meißner Maschinenbau AG“ (Kraftfahrzeug-Zulieferer). Im Februar 2007 begannen die Abrissarbeiten für die nicht mehr genutzten Fabrikgebäude auf dem Areal der Grundstücke Ossietzkystraße Nr. 30 und 35. Dort waren einst beispielsweise der Werkzeugbau und die Hauptmechanik untergebracht.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha, 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax-Verlag, Beucha, 2009, S. 219 und 220.