Mineral-Bad Gruben Scharfenberg
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Die Mineral-Bad Gruben Scharfenberg waren um 1887 in Scharfenberg ein Kur-Unternehmen für Trink- und Badekuren. Die Mineral-Bad Gruben waren direkt über die Dampfschiff-Station Scharfenberg in der Nähe von Meißen zu erreichen.
Die damaligen Bad-Gruben lagen nach eigenen Angaben 220 Meter über dem Spiegel der Ostsee und waren nur 20 Minuten von der Elbe entfernt. Geleitet wurde das medizinische Bad von Edmund Rüdiger.[1]
Das Mineral-Bad
Das Unternehmen ist in den Meißner Adressbüchern von 1887 nachweisbar. Es gab im Kurhaus eine Pension mit Zimmervermietung, auch Wohnungen konnten angemietet werden. Es gab ein großes Gesellschaftszimmer im Kurhaus, einen großen Garten und es wurde auch ein Schulbesuch im Ort ermöglicht. Eine eigene Postagentur befand sich ebenfalls im Hause. Man bot im Restaurant warme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit an. Dazu gab es Wein aus der Region oder auch verschiedene Biere.
Die Quelle war durch eine chemische Analyse durch den Herrn Hofrat Dr. Fleck aus Dresden als die eisenhaltigste und manganreichste befunden worden. Sie war geeignet für Trink- und Badekuren und galt als vorzüglichstes Heilmittel bei Blutarmut und Nervenschwäche. Beratender Mediziner war der Meißner praktische Arzt Dr. med. Georg Paul Hugo Alexander Fiedler. Er hatte einst seine Praxis in der Altstadt am Heinrichsplatz Nr. 123.
Leider gibt es über den Kurbetrieb der Mineral-Bad Gruben nur wenige Informationen.
Literatur
- Verschiedene Adressbücher der Stadt Meißen.
Einzelnachweise
- ↑ Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Stadt Meißen und der Vororte Bohnitzsch, Fischergasse, Hintermauer, Korbitz, Lercha, Neudörfchen, Niedermeisa, Obermeisa, Oberspaar, Questenberg und Zscheila, Ausgabe 1887/88, Anzeigenteil S. 5.