Meissener Bleikristall Horst Sändig

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Meißner Bleikristall der Firma Sändig.

Die Produkte von Meissner Bleikristall Horst Sändig sind in der Stadt Meißen und im Umland sehr bekannt. Sie sind in vielen Meißner Wohnungen zu finden. Zu besonderen Anlässen werden die Produkte aus Bleikristall noch immer gern verschenkt. Die Firma von Horst Sändig war am Kalkberg Nr. 15 ansässig. Auch noch heute befindet sich die Firma am Kalkberg.

Das Verkaufslokal befand sich in der Altstadt an der Elbstraße Nr. 15. In der Firma wurde Bleikristall veredelt, geschliffen und in der Form von Schalen, Gläsern, Vasen sowie Geschenkartikeln verkauft. Im Jahre 1994 waren in der Firma noch 28 Beschäftigte tätig.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1947 als „Kristallschleiferei Horst Sändig jun.“, durch den in Stettin geborenen Horst Sändig gegründet. Der Unternehmer hatte zuvor ausreichende Kenntnisse in der Glasveredelung und kaufmännische Grundlagen in der elterlichen Glasfabrik erworben. Den Gewerbeschein bekommt H. Sändig am 1. März 1947.

Zunächst arbeitet man in der Firma mit nur zwei Glasschleifern. Aus mundgeblasenen Wirtschaftsglas aus Schönborn (Niederlausitz), Annahütte, Weißwasser und Rietschen stellt man dekorativ geschliffenes Kristallglas zum Verkauf her. Verkauft werden die veredelten Produkte im Verkaufsgeschäft an der Elbstraße Nr. 15. Bereits 1949 ist die Firma mit ihren Waren auf der Leipziger Messe vertreten. Ab dem Jahre 1952 wird in dem Unternehmen vorwiegend Bleiglas veredelt.

Die ersten Exportaufträge mit geschliffenen Bleikristall der Firma Sändig gehen 1956 in die USA und findet dort großen Anklang. Im Jahre 1970 sind in der Firma ca. 30 Mitarbeiter beschäftigt und es wurden ab 1947 ca. 25 Lehrlinge im Unternehmen ausgebildet. Die Zwangsversveräußerung der „Bleikristallschleiferei Horst Sändig“ an den Staat erfolgt 1972. Horst Sändig bleibt jedoch als unersetzbarer Fachmann weiter im Unternehmen der Betriebsleiter. Ab nun nennt sich die Firma „VEB Meißner Bleikristall“. Ab 1974 beginnt die enge Zusammenarbeit mit dem damaligen VEB Staatliche Porzellan-Manufaktur Meißen. Es werden nun auch Trinkgläser, passend zu den Geschirren aus Meißner Porzellan, entworfen und hergestellt. Mit der Erweiterung im Sortiment wird auch gleichzeitig auf dem künstlerischen Gebiet ein höheres Niveau erreicht. Im Jahre 1989 werden im „VEB Meißner Bleikristall“ ca. 70 Personen beschäftigt.

Am 1. Juli 1990 erfolgte die Reprivatisierung des Unternehmens zum „Meissener Bleikristall Horst Sändig“. Im Jahre 1996 gibt es noch 31 Beschäftigte im Unternehmen.[1] Heute wird die Firma „Meissener Bleikristall GmbH Marlis Sändig“ von Marlis Sändig weitergeführt und es gehen dabei mehr als 85 % des Umsatzes in den Export.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Chronik 1989-1996. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1996, S. 46.