Meissen und seine Kirchen (Buch)


Das Buch Meissen und seine Kirchen erschien im Jahre 1902. Es ist ein Sonderdruck aus der “Neuen Sächsischen Kirchengalerie“, Ephorie Meissen mit einer Einleitung von Pastor Hermann Kruspe. Das Buch erschien im „Verlag von Arwed Strauch" in Leipzig und hat 131 Seiten, welche in zwei Spalten gegliedert sind. Im Buch werden die Kirchen von Meißen ihre Gemeinden und deren Begräbnisplätze einzeln vorgestellt.
Darin enthalten sind Zeichnungen von verschiedenen Künstlern eine davon stammt von Ludwig Richter. Weiterhin gibt es zahlreiche Fotografien, allerdings ohne einen Hinweis auf die Bildautoren.
Das Buch
Die verschiedenen Autoren widmen sich in Aufsätzen den einzelnen Kirchen und Kapellen der Stadt Meißen und berichten über deren Geschichte. Umfangreiche Themen sind dabei der Meißner Dom, die Kirche St. Afra und die Frauenkirche (Stadtkirche). Dabei werden ebenfalls die Kirchen der Johannes-Parochie im Stadtteil Cölln vorgestellt. Zudem werden meist die Namen der einzelnen Pfarrer aufgeführt und es gibt Hinweise auf das jeweilige Kircheninventar. Der Leser bekommt dabei einen umfangreichen Einblick in die jeweiligen Daten der Kirchengeschichte. Auf die Lutherkirche und deren Gemeinde im Triebischtal konnte im Werk verständlicherweise nur kurz eingegangen werden, da sich die Kirche um 1902 noch im Bau befand. Der Bau wird allerdings bereits mit zwei Grafiken vorgestellt. Die Katholische Kirche St. Benno wird nicht aufgeführt.
Inhalt
Das Buch beinhaltet einzelne Aufsätze. Es folgen dazu die Angaben der Quellen getrennt nach Autoren. Benannt werden die überlieferten Namen der Superintendenten, Pfarrer, Domprediger, Archidiakonen und Diakonen. Die geschichtlichen Daten reichen dabei oft bis in das Jahr 1537 zurück. Beschrieben wird ebenfalls das christliche Vereinsleben in Meißen, zudem wird auch auf die Geschichte und die Aufgaben vom Marienstift näher eingegangen. Ein Abschnitt widmet sich den damals sonstigen nicht mehr gottesdienstlichem Gebrauche dienenden Kirchen. Beschrieben werden darin beispielweise die Franziskanerkirche und die Begräbniskirche St. Johannis (1903 abgetragen), die sich einmal auf dem einstigen Friedhof an der Kerstingstraße befand.
Weitere aufgeführte kirchliche Einrichtungen und Friedhöfe (Auszug)
- Jakobskapelle (Seite 95)
- Nikolaikirche (Seite 95)
- Johannesstift (ab Seite 122)
- Wolfgangsfriedhof (Seite 184)
- Superintendentur (ab Seite 39)
- Dompropstei (Seite 247)
- Das Domstift (Seite 237)
- Fürstliche Begräbniskapelle (Seite 222)
Das Werk Meissen und seine Kirchen aus dem Jahre 1902 zählt heute mit zu den wichtigen Quellen zur Kirchen- und Stadtgeschichte.