Titelblatt „Mein Elbebuch“.

Mein Elbebuch, vollständiger Titel Mein Elbebuch – Elbeschiffer – Elbeflößer - Elbefischer in Wort und Bild ist eine Publikation von Emil Zöllner (1879-1948) aus dem Jahre 1936. Es erschien in der Erstauflage im Verlag C. C. Meinhold & Söhne GmbH Dresden. Das Buch hat 58 Seiten und wurde vom Autor mit zahlreichen Fotos bereichert.

Das Elbebuch

Der Autor beschreibt in der Publikation den Strom Elbe als Fahrstraße für die Elbeschifffahrt. Zudem gibt er interessante Einblicke in die Elbflößerei und der Elbfischerei. Einige Themen stehen dabei im direkten Bezug zur Stadt Meißen.

Ob Elbeschiffer, Flößer oder auch Fischer, der Meißner Autor Emil Zöllner beschreibt ihre Geschichten ausführlich und vor allem spannend. Er betrachtet dabei das Leben mit und auf der Elbe nicht nur von der romantischen Seite, sondern stets mit „Licht und Schatten“. Zünftig beschrieben werden dabei auch die Schifferfeste wie beispielsweise die „Schifferfastnacht“ und den dazugehörigen bunten Umzug mit Tafelwagen und Pferden. Die sogenannten „Schiffersprüche“ kommen auch nicht zu kurz, welche vielfach voller Poesie sind, wie beispielsweise:

Der Himmel sende Segelwind, dass sich mein Mann nach Hause find‘!

Gott mit uns, und wir mit Gott; so setzen wir die Schifffahrt fort.

Kapitel

  • Am Strom
  • Die Elbe als Fahrstraße
  • Elbeschiffer
  • Elbeflößer
  • Elbefischer
  • Streut meine Asche in den Strom

Durch seine leidenschaftliche Forschungsarbeit zur Elbe war Zöllner auch unter den Namen „Elb-Zöllner“ bekannt. Der Autor Emil Zöllner liebte seinen Fluss und verabschiedet sich beim Leser mit dem Wunsch.

Streut meine Asche in den Strom!

Der Strom – er floß durch meine Kindertage.

Er floß in meine Seele tief hinein.

Er sah mich tanzen, hörte meine Klage

und sah mich kämpfen, selig und in Pein.

Ich steh am Ufer mit der letzten Frage

nach Gott und Ewigkeit – verwelkt – allein.

Lasst meinen Leib im Feuerbrand vergluten;

die Asche streut in meines Stromes Fluten![1]

SLUB Digitale Sammlungen: „Mein Elbebuch“ von Emil Zöllner

Einzelnachweise

  1. ↑ Emil Zöllner: Streut meine Asche in den Strom! In. Mein Elbebuch, Verlag C. C. Meinhold & Söhne GmbH, Dresden, S.58.