Meißner Wandbilder
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An den verschiedensten Orten der Stadt sind Meißner Wandbilder im Stadtbild erlebbar. Die Bilder befinden sich meistens an einer Hausfassade als Zierwerk oder sie dienen auch als Wandbekleidung. Dazu wurden verschiedene Techniken und Ausführungsmaterialien verwendet. Es gibt Wandbilder aus Meißner Porzellan, aus Keramik, aus Glas, aus Stein oder sie wurden mit Farbe auf den jeweiligen Untergrund aufgetragen. Sonnenuhren gehören ebenfalls mit zu den Wandbilder, wenn sie sich beispielsweise an einer Hausfassade befinden.
Wandbilder aus Meißner Porzellan
Besonders an den Manufakturgebäuden sind Wandbilder aus Meißner Porzellan erlebbar.
An der Porzellanmanufaktur Meißen
- An der Fassade am Eingangsbereich der Porzellanmanufaktur Meißen an der Talstraße.
- An der Fassade der Rückfront (Triebischseite) befinden sich zwei Wandbilder mit dem Markenzeichen aus der sogenannten Pfeifferzeit und dem Punkt zwischen den Klingen der Kurschwerter.
- Ein Probebild aus dem Jahre 1903, bestehend aus 50 Meißner Porzellan-Keramikfliesen, befindet sich an der Westseite der Porzellanmanufaktur Meißen in der Talstraße. Es ist ein kleiner Ausschnitt vom berühmten Fürstenzug in Dresden.
- Ein weiteres Wandbild aus 70 Porzellanfliesen befindet sich an einer Fassade im Hof der Porzellanmanufaktur. Das Wandbild ist aus dem Jahre 1910 und zeigt zwei weibliche Figuren, die gekreuzten Kurschwerter und das sächsische Wappen.
An weiteren Orten der Stadt
- Die vierzehn Epitaphe und weitere Schmuckelemente aus Meißner Porzellan in der Nikolaikirche-Kriegergedächtnisstätte.
- An der Fassade vom Stadttheater befinden sich seit 1958 fünf Wandmotive aus Meißner Porzellan.
- An der Fassade der Turnhalle des Franziskaneum gibt es seit 1907 drei voneinander getrennte Wandbilder aus quadratischen Porzellanfliesen von Martin Wiegand. Dargestellt sind Knabengruppen beim sportlichen Wettkampf.
Galerie I
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Zwei Wandbilder an der Fassade der Porzellanmanufaktur Meißen.
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Probebild vom Fürstenzug.
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Teil vom Wandbild am Franziskaneum.
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Epitaph in der Nikolaikirche.
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Buchstabenstein in Meißen Freiheit 10.
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Keramik von Carl Teichert am Hauszugang Neugasse Nr. 10.
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Keramisches Wandbild mit Sonnenuhr an der Fassade Wolyniezstraße 7.
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Erhalten gebliebenes Relief vom ehemaligen König-Albert-Denkmal.
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Keramisches Werbemedaillon der Brauerei aus Radeberg.
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Keramik-Figur an der Fabrikfassade am Neumarkt.
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Weitere Keramik-Figur an der Fabrikfassade am Neumarkt.
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Wandbild mit Fabrikmarke von C. Teichert in der Fabrikstraße.
Wandbilder aus Keramik und Porzellan
- Auf dem Stadtfriedhof an der Nossener Straße Nr. 36 befindet sich das Plastikrelief „Grablegung“ von Georg Curt Bauch. Auf einer am Grabmal integrierten Keramikplatte erinnert der Meißner Bildhauer an den Tod seines 19-jährigen Sohnes Curt Wilhelm. Vom Plastikrelief „Grablegung“ gibt es ein motivgleich zweites Relief von G. C. Bauch auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden. Dort trägt das Relief allerdings den Namen „Hinterbliebene“.
- An der Parentationshalle vom Krematorium Meißen befindet sich eine „Phönix-Darstellung“ als Medaillon von 1931 direkt über dem Haupteingang. Der Phönix gilt als Symbol der Feuerbestattung und der Auferstehung.
- Am Portikus der Parentationshalle vom Krematorium Meißen befindet sich eine überlebensgroße Pieta-Skulptur (Figurengruppe) von Emil Paul Börner aus Teichert-Keramik aus dem Jahre 1931. Die Figurengruppe verdeutlicht, dass die junge Seele Fortbestand hat und der Leichnam, im Gegensatz dazu wertlos wurde.
- Das keramische Wandbild „Hochzeit zu Kana“ von Karlheinz Schäfer und Ludwig Zepner befindet sich seit 1966 in Triebischtal an der Hirschbergstraße Nr. 7.
- Das Porzellan-Wandbild Görnischen Gasse an der Mauer des Grundstücks Görnische Gasse Nr. 35 ist ein keramischer Stadtplan angebracht. Das Bild wurde 2018 vom Porzellankünstler Olaf Fieber geschaffen.
- Im sogenannten Porzellanwohnzimmer in der Görnischen Gasse gibt es ein ganzes Zimmer mit Bilder und Möbel aus Porzellan.
- Die Figuren und Zierelemente an der Fassade vom Fabrikgebäude der ehemaligen Firma Carl Teichert am Neumarkt.
- Das einstige Firmen Logo der Firma Carl Teichert und weitere keramische Zierelemente befinden sich heute am Gebäude Fabrikstraße Nr. 9/10.
- Keramisches Bild am Eingangsbereich zum Wohnhaus Neugasse Nr. 10 aus Teichert-Keramik.
- Am Werkgebäude der Bidtelia befinden sich einige Wandbilder in der Fabrikstraße Nr. 21 und in der Brauhausstraße 16. Die Gebäude mit ihren Bildern gelten dabei noch heute als Musterkarten der Erzeugnisse und sind gleichzeitig Testobjekte, die ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben.
- Am Bidtelia-Eingang an der Brauhausstraße gibt es zwei Wandbilder mit je sechs Fliesen, welche verschiedene Vögel und Pflanzen darstellen.
- An der Umfassungsmauer der Bidtelia in der Brauhausstraße gibt es ein keramisches Relief mit einem Marabu aus dem Jahre 1903.
Galerie II
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Wandbild-Detail vom Stadtplan in der Görnischen Gasse.
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Wandbild an der Ossietzkystraße von 1955.
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Skulptur an der Außenfassade vom Krematorium Meißen.
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Medaillon mit Phönix am Krematorium Meißen.
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Firmenhinweis der Keramikverkleidung von Carl Teichert.
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Wandbild in der Aula der Triebischtalschule.
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Wandbild an der ehemaligen Fleischerei an der Ossietzkystraße Nr. 15 in Meißen.
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Wandbild am Fabrikgebäude der Bidtelia.
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Der Marabu in der Brauhausstraße.
Weitere Wandbilder
- Am Grundstück Freiheit Nr. 10 befindet sich der legendäre Meißner Buchstabenstein. Es soll sich dabei um ein aus den Großbuchstaben C A B E gebildetes Monogramm aus der Barockzeit handeln. Der Buchstabenstein befindet sich am Seelensteig und wurde an der Stützmauer zum Grundstück Domherrenhof eingelassen.
- An der Fassade vom Wohnhaus Wolyniezstraße Nr. 7 befindet sich im Stadtteil Cölln seit 1984 ein Wandbild aus Keramikelementen mit einer Sonnenuhr.
- Am ehemaligen Kulturhaus Ossietzkystraße Nr. 37, befindet sich seit 1955 über dem Eingang ein keramisches Wandbild aus Klinkersteinen von Alfred Schütze.
- In der Albrechtsburg befinden sich viele gemalte Wandbilder. Beispielsweise ist dort auch die Verteidigungsszene Die tapferen Weiber von Meißen auf einem Wandbild von Anton Dietrich zu sehen.
- Im Durchgang zum Schulsteg am Wohnhaus Neugasse Nr. 19 befindet sich ein keramisches Wandbild.
- An der ehemaligen Fleischerei an der Ossietzkystraße Nr. 15 gibt es an der Hausfassade ein Fliesenbild. Dargestellt ist eine Fleischerei-Szene mit Text und der Signatur „AS“.
- In der Haus- und Toreinfahrt vom Wohnhaus Wilhelm-Walkhoff-Platz Nr. 1 in Triebischtal befindet sich ein farbig gestaltetes Wandmedaillon aus glasierter Keramik mit Werbehinweis auf die Radeberger Exportbierbrauerei. Es handelt sich um ein historisches Logo der Brauerei, welche einmal auf dem Hof eine Niederlassung hatte.
- Ein Wandbild aus farbigen Glaselementen befindet sich in der Aula der Triebischtalschule. Es ist eine Arbeit von Schülern und der Zeichenlehrerin Frau Beer um 1970.
- Ein Wandbild mit Hinweis auf das Stadtjubiläum „1.100 Jahrfeier“ (Malerei) und mit „Schräge Vögel“ von Kay Leonhardt gibt es in der Görnischen Gasse aus dem Jahr 2020.
- Ein Steinrelief mit Figuren vom ehemaligen König-Albert-Denkmal befindet sich heute im Käthe-Kollwitz-Park.
Nicht mehr erlebbare Wandbilder
- Ein Felsenkellerbrauerei-Wandbild (Malerei) mit Motiven aus dem VEB Felsenkellerbrauerei Meissen befand sich ab den 1960er Jahren bis in die 1990er Jahre an der Seitenfassade in Richtung Triebischtal vom Haus Görnische Gasse Nr. 27. Dargestellt waren sieben Szenen aus der Brauerei bei der Herstellung von Bier. Bei der Sanierung vom Haus wurde das Bild entfernt.
- Im Rahmen der Sanierung wurde 2007 in der Rathaus-Eingangshalle ein kunsthistorisches Wandbild dauerhaft abgedeckt. Geschaffen wurde das Wandbild 1949 vom Meißner Maler, Grafiker und Zeichner Rudolf Bergander (1909-1970).
- Eine Pieta aus Meißner Porzellan, geschaffen von Emil Paul Börner befand sich einst im Hinterbliebenenzimmer vom Krematorium Meißen. Dieses Werk ist in den Jahren 1944 bis 1954 verschwunden. Der Aufruf über den Verbleib der Pietà im Jahre 2016 in verschiedenen Zeitschriften brachte keine Hinweise zum Verbleib.
- In der Parentationshalle vom Krematorium Meißen gab es ursprünglich eine Wandmalerei von 1936 zwischen Chorempore und Katafalknische. Dargestellt waren zwei Engel, die mit ausgestreckten Armen von oben auf den Aufbahrungsplatz hinweisen. Darüber aus Strahlenornamenten ein Himmel. Links und rechts der Nische befanden sich zwei gemalte Ornamente, welche sich an die große Medaille mit dem Phönix am Haupteingang anlehnten. Das Wandbild wurde später übermalt und gilt heute als verloren.
- In der Bahnhofshalle vom Meißner Bahnhof befand sich in der Wartehalle an der Wand mit dem Duchgang zu den Bahnsteigen ein riesiger Stadtplan von Meißen (Malerei). Das Wandbild war bereits zur Eröffnung im Jahre 1928 vorhanden wurde jedoch nach 1945 übermalt.
- Im ehemaligen Fußgänger-Durchgang an der Franziskanerkirche gab es an einer Wand einen Stadtplan von Meißen (Malerei). Nach Schließung und Umgestaltung der ehemaligen Durchgangshalle wurde die Malerei entfernt.
Literatur
- Heinz Werner, Rudi Stolle, Volkmar Bretschneider, Jörg Danielczyk, Horst Bretschneider: Meissner Wandbilder. In. Meissener Manuskripte, Sonderheft I, Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen, 1992, ISBN 3-910063-04-7.
- Uwe Beyer: Wandbilde – Bildwände – Künstlerische Wandgestaltung in Meissner Porzellan. In. Meissener Manuskripte XVII, Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen, 2003.
- Reiner Graff: Emil Paul Börner ein vielseitiger Meißner Künstler mit klingender Mission, Buch zum Vortrag am 18. März 2018 im Krematorium Meißen, Eigenverlag, Hönow, 2018.