Meißner Verleger von 1700 bis 1900
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!



In der Stadt ansässige Meißner Verleger von 1700 bis 1900 hatte es reichlich gegeben. Die Stadt Meißen kann für diese Zeit eine ganze Rehe von Verlegern aufweisen. Die Verleger gaben meist Bücher, Broschüren, Zeitungen, aber auch Stadtpläne und Informationen über die Stadt und ihre Umgebung heraus. Die Druckerzeugnisse wurden vorwiegend über eigene Geschäfte, welche sich meist in der Altstadt befanden vertrieben.
Meißner Verleger
Wohl das älteste in Meißen verlegte und sich heute im Stadtarchiv befindliche Buch stammt vom Verleger Christoph Günter. Es wurde im Jahre 1692 noch lateinisch verfasst und erläutert die damaligen Schulgesetze der Fürstenschule St. Afra. Der Meißner Verlag von Löwe gab im 18. Jahrhundert einen tadellosen Druck über Münzen heraus. Leider gibt es keine weiteren Bücher aus dem Verlag von Löwe, welche erhalten geblieben sind. Beim Verleger Georg Schulze erschien 1769 von C. G. Thiele das Buch „In der lustigen Gegend von Meißen bis Dresden“. Es beschreibt die Schönheiten der Natur im Elbtal.
Über dem Buchhändler Karl Friedrich Wilhelm Erbstein gab im Jahre 1798 J. A. Liebezeit sein Buch über den Weinbau heraus. Aus der Druckerei von Moritz Christian Klinkicht jr. gab es um 1800 ein Buch von F. W. Böttiger mit dem Titel Sechzehn Ansichten der merkwürdigsten öffentlichen Gebäude. Aus dem gleichen Verlag ist dann auch das Buch von Fr. A. Ebert 1835 über den Meißner Dom. Der Verleger Christian Ehregott Klinkicht publizierte in dieser Zeit ebenfalls Schulbücher für Latein, Griechisch und Werke der Erbauungsliteratur. Im Jahre 1810 erschien dort ebenfalls eine Schrift über die „100-Jahr-Feier der Porzellanmanufaktur Meißen“. Auch im 19. Jahrhundert sind die Buchausgaben vom Verlag C. E. Klinkicht & Sohn äußerst zahlreich.
Publikationen, Kalender und Zeitungen
Es wurden von den Meißner Verlegern vor allem medizinische Werke, juristische Handbücher, „Erbauungsbücher für das angefochtene Herz“ und ab 1832 viele Bände der Denkwürdigkeiten (Denkwürdigkeiten aus dem großen Panorama der Welt und des Menschenlebens) von A. Textor herausgegeben.
Einen breiten Raum nahmen allerdings auch die Tageszeitungen, wie beispielsweise die „Meißner Blätter“ und später das Meißner Tageblatt ein. Darin gab es Berichte der Stadtverwaltung, Schulen und Vereine. Veröffentlicht wurden darin auch beispielsweise die Dienstanweisungen für Laternenwärter. Im Jahre 1829 erschien im Verlag Friedrich Wilhelm Goedsche ein beliebtes Buch von Paul Reinhard Die Stadt Meißen mit 12 Kupfern und von 1824 bis 1831 erschien ein Sach-Wörterbuch in 11 Bänden. Auch Carl Friedrich August Brück war ein damaliger Meißner Verleger. Besonders der von C. F. A. Brück gestaltete Meißner Landwirthschafts- und Geschichts-Kalender wurde im 19. Jahrhundert ein großer Erfolg.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es noch die Verlagsbuchhandlungen von H. Simon in Cölln (Sächsische Feuerwehr-Zeitung), C. H. Krauße, Karl Friedrich Brück sen., A. C. Cato (Herausgeber der „Meißner Zeitung“), Friedrich Julius Baumert (Herausgeber der Meißner Stadt- und Vereinschronik), und Louis Mosche, welcher bereits 1878 ein Buch über die Stadt Meißen Its Cathedral, Albrechtsburg and China-Manufactory in englischer Sprache verlegte.[1]
Literatur
- Rat des Kreises Meißen und Kulturbund: Meißner Heimat, Heft September 1957.
Einzelnachweise
- ↑ Bernhard Hansen: Meißner Verleger von 1700 bis 1900, in Meißner Heimat, Heft September 1957, S. 16.