Meißner Tageblatt
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Die Meißner Tageblatt, war mit dem Coswiger Anzeiger und dem Anzeiger für Weinböhla eine Tageszeitung für die Stadt Meißen. Die Zeitung war Amtsblatt für die Königl. Amtshauptmannschaft, das Königl. Amtsgericht und den Stadtrat zu Meißen.
Geschichte
Die Zeitung wurde im Jahre 1801 als „Meißner Tageblatt“ durch die Druckerei Klinkicht & Sohn am Theaterplatz Nr. 7 gegründet. Die erste Nummer erschien am 31. Dezember 1801. Andere Quellen berichten jedoch vom 2. Januar 1802.[1] Das Meißner Tageblatt erschien demnach täglich und wurde damals nach eigenen Angaben die führende und größte Tageszeitung des Meißner Landes. Die Zeitung erreichte die Bevölkerung des Bezirkes mit seinen fünf Städten und die damaligen 260 Landgemeinden.
Meißner gemeinnütziges Wochenblatt und Meißner Blätter
Zunächst erschien die Zeitung noch unter dem Namen „Meißner gemeinnütziges Wochenblatt“ und ab 4. Januar 1848 als „Meißner Blätter“. Ab dem 1. Januar 1859 wurden die „Meißner Blätter“ zudem Amtsblatt und enthielten die amtlichen Bekanntmachungen der Verwaltungs- und Gerichtsbehörden. Dazu gehörten auch die Ausschreibungen für öffentliche Bauvorhaben. Zudem wurden Handelsregistereintragungen, Versteigerungen sowie weitere amtliche Weisungen veröffentlicht. Verlegt und gedruckte wurde die Zeitung bei Klinkicht & Sohn am Theaterplatz. In der Geschäftsstelle am Theaterplatz gab es eine Annahmestelle für Anzeigen. In den Filialen der Druckerei Klinkicht & Sohn in Coswig und Weinböhla wurden ebenfalls Anzeigen angenommen.[2]
Ab dem 1. Januar 1869 führte die Tageszeitung den offiziellen Namen „Meißner Tageblatt“. Das Meißner Tageblatt erschien noch bis zum 4. Mai 1945.[3][4]
Das Meißner Tageblatt ab 1992
Zunächst war am 24. April 1991 mit der „Meißner Tagespost“ ein journalistischer Nachfolger des 1945 eingestellten Meißner Tageblatt erschienen. Wegen blockierender Titelrechte konnte die Zeitung nicht sofort unter dem alten Namen erscheinen. Erst 1992 enstand mit der Gründung der „Meißner Tageblatt Verlags GmbH“ ein neuer Verlag, welcher seitdem die Zeitung wieder erscheinen lässt. Ein Schwerpunkt der Zeitung ist es, die Tradition des Hauses Klinkicht in der Region fortzusetzen. Dabei werden vor allem geschichtliche Themen der Stadt Meißen aufgegriffen.[5] Aktuell wird die Zeitung durch das Unternehmen „Satztechnik Meißen GmbH“ herausgegeben.
Literatur
- Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928.
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929.
- Gerhard Steinecke: Unser Meißen 1929-2004, Meißner Tageblatt Verlag, 2004, ISBN 3-929706-09-5.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, S. 388.
- ↑ Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928, S. 76 und 113.
- ↑ Gerhard Steinecke: Unser Meißen 1929-2004, Meißner Tageblatt Verlag, 2004, S. 115.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, S. 388.
- ↑ Gerhard Steinecke: Unser Meißen 1929-2004, Meißner Tageblatt Verlag, 2004, S. 293.