Meißner Sagenschatz-Entdeckung vom Silbererz in Scharfenberg
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Die Episode aus dem Meißner Sagenschatz-Entdeckung vom Silbererz in Scharfenberg gehört zu den Geschichten und Sagen des Meißner Landes.
Schon das Schloss Scharfenberg soll nach alten Überlieferungen seinen Namen vom dortigen Silberbergwerk, in dem stark „geschurft“ wurde, bekommen haben. Eine alte Sage berichtet zudem über den ersten Fund von Silbererz in dieser Gegend.
Die Sage
Eines Tages war der Meißner Markgraf Heinrich der Erlauchte (1215-1288) in der Gegend um Scharfenberg auf der Jagd. Bei einer Rast hatte er sein Pferd auf einer Wiese angebunden. Dabei kratzte das Pferd mit dem Huf einen Stein aus der Wiese heraus und warf ihn in die Höhe. Der Markgraf sah wie ein schön glänzendes Stück durch die Luft flog und fast bis zu seinen Füßen rollte. Der Glanz vom Stein soll dabei ausnehmend schön gewesen sein. Er nahm den Stein mit und legte den selbigen etwas später den geschworenen Bergräten aus Freiberg zur Begutachtung vor. Man staunte nicht schlecht, denn der vermeintliche Feldstein war gutes Silbererz.
Schon bald ließ der Meißner Markgraf Heinrich der Erlauchte in den Berg bei Scharfenberg einfahren. Gefunden wurde dort reichhaltiges Silbererz und Blei. Man sagte damals, dass die Ausbeute aus Scharfenberg und was in den Freiberger Gruben dazu kam, ausreichen würde um ganz Böhmen, wenn es denn zu kaufen wäre, mit baren Gelde zu bezahlen. Dem Markgrafen floß bald so viel Reichtum zu, dass man ihm damals für den mächtigsten deutschen Fürsten hielt. Selbst Kaiser Friedrich II. schätzte den Markgrafen so sehr, dass dieser sogar seine Tochter Margarethe dem Sohn des Markgrafen zur Gemahlin gab.
Hintergründe
Die Fündigkeit des Gebietes um Scharfenberg ist tatsächlich ab dem Jahre 1227 urkundlich belegt. In der Blütezeit des Scharfenberger Erzbergbaues bestanden dort 24 Schächte. Dabei lagen die ergiebigsten Vorkommen von Silbererz direkt am Fuße des Schlossberges. Erst 1899 wurde das Scharfenberger Bergbaurevier endgültig stillgelegt.
Literatur
- Johann Georg Theodor Gräße: Der Sagenschatz des Königreiches Sachsens, Verlag von G. Schönfeld´s Buchhandlung, Dresden 1855.
- Hans-Jürgen Pohl: Geschichten und Sagen des Meißner Landes, Verlags-, Werbe- und Philaservice Robert Schmidt, Oschatz, 2006.