Meißner Sagenschatz-Die Gründung des Klosters Zum Heiligen Kreuz

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Ruine vom Kloster Zum Heiligen Kreuz.

Die Episode aus dem Meißner Sagenschatz-Die Gründung des Klosters Zum Heiligen Kreuz gehört zu den Geschichten und Sagen des Meißner Landes.

Die Sage

Die Tochter des Markgrafen Otto des Reichen, die meißnische Prinzessin Adela, war im Jahre 1198 von ihrem Gemahl, dem böhmischen König Ottokar (Primislaus) verstoßen worden. Ihr Bruder Markgraf Dietrich, nahm sie liebevoll in Meißen auf und stiftete, wie von ihr gewünscht, von ihrem Heiratsgute ein Nonnenkloster in der Wasserburg bei der Kapelle St. Jacob. In dieser Kapelle fand sie mit sechs adligen Jungfrauen ein Unterkommen. In diesem Kloster verstarb sie am 21. Februar 1211.

Später wurden noch weitere neue Klostergebäude in der Elbaue stromabwärts errichtet und 1217 das Kloster aus der Wasserburg dorthin verlegt. Die Ruinen des Nonnenklosters „Zum Heiligen Kreuz“ gehören heute zu den ältesten Baudenkmalen in Sachsen.

Hintergründe

Markgraf Dietrich und seine Gemahlin sollen bereits 1197 dieses Kloster in der Wasserburg begründet haben. Prinzessin Adela , die dorthin auch ihre Kinder mitbrachte, scheint durchaus nicht an einen dauernden Aufenthalt in diesem Kloster gedacht haben. Sie soll wiederholt Versuche unternommen haben, um als Königin von Böhmen wiedereingesetzt zu werden. Es ist wenig glaubhaft, dass ihr Heiratsgut Verwendung für die Klostergründung fand. Jedoch ist eine Art Stiftung der Adela für diesen Zweck durchaus möglich gewesen und denkbar.

Literatur

  • Johann Georg Theodor Gräße: Der Sagenschatz des Königreiches Sachsens, Verlag von G. Schönfeld´s Buchhandlung, Dresden 1855.
  • Hans-Jürgen Pohl: Geschichten und Sagen des Meißner Landes, Verlags-, Werbe- und Philaservice Robert Schmidt, Oschatz, 2006.