Meißner Neueste Nachrichten

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Meißner Neueste Nachrichten waren um 1908 eine Zeitung für die Stadt Meißen und allen Stadtteilen. Vermutlich erschien die erste Nummer bereits im Jahre 1905.

Die Zeitung

Das Unternehmen ist in den Meißner Adressbüchern von 1906 bis 1916 nachweisbar. Expedition und Druckerei wurden zunächst bis 1906 vom Verlag „Tharandt & Jungnickel“ organisiert. Inhaber war dort Ernst Tharandt. Später um 1907 übernahm den Druck der Verlag von Paul Schulz. Die Firma befand sich im Wohnhaus Webergasse Nr. 2 in der Altstadt von Meißen.[1] Ab 1914 ist die Buchdruckerei P. Schulz in das Wohnhaus Görnische Gasse Nr. 33 gezogen und hatte dort den Verlag und die Druckerei eingerichtet.

Um 1916 gibt der Verlag P. Schulz auch noch das „Coswiger Tageblatt“ heraus und lässt die Zeitung ebenfalls im Haus Görnische Gasse Nr. 33 drucken. Ab 1921 hatte die Druckerei die Firma „Hamann & Hübscher, eine Buch- und Kunstdruckerei, übernommen und auch das Haus Görnische Gasse Nr. 33 gekauft. Die „Meißner Neuesten Nachrichten“ gibt es in dieser Zeit schon nicht mehr. Die Zeitung wurde vermutlich im Ersten Weltkrieg eingestellt.[2]

Weitere Zeitungen

In den Jahren um 1900 gab es noch weitere Zeitungen für Meißen. Der Meißner Anzeiger (erschien bis ca. 1901) und der Cöllner Anzeiger (erschien bis 1900). Zudem wurde noch die „Mittelsächsische Zeitung“ erstellt, welche ebenfalls im Verlag von „Tharandt & Jungnickel“ erschien und von E. H. Krause gedruckt wurde. Führende Zeitung war jedoch das Amtsblatt Meißner Tageblatt aus der Druckerei Klinkicht & Sohn.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Stadt Meißen und der Vororte Bohnitzsch, Fischergasse, Hintermauer, Korbitz, Lercha, Neudörfchen, Niedermeisa, Obermeisa, Oberspaar, Questenberg und Zscheila, Ausgabe 1908, S. 158 und Berufsklassen und Gewerbebetriebe S, 197.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1906 bis 1921.