Meißner „Arme Ritter“

Arme Ritter (Beispielfoto).

Meißner „Arme Ritter“ waren und sind auch noch heute besonders bei Kindern eine beliebte Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit. Für das Gericht werden meist Scheiben aus Brot oder Weißbrot verwendet. Sie werden in eine Mischung aus Milch-Eier-Zucker gelegt und danach in der Pfanne mit etwas Butter goldbraun geröstet.

Geschichte

Die Bezeichnung „Arme Ritter“ ist wahrscheinlich schon sehr alt. „Arme Ritter“ sollen bereits im Mittelalter, als recht einfaches Gericht aus Brotscheiben, beschrieben worden sein. Zudem bekam das Gericht offenbar seinen Namen, weil es ein sättigendes Essen für Menschen mit wenig Geld, welche auch als „arme Ritter“ bezeichnet wurden, war. Das Gericht war auch noch später als Fleischspeisen-Ersatz willkommen und konnte schnell zubereitet werden. Zudem wurde dabei altbackenes Brot noch verwertet.

Meißner Variante

Zur Meißner Variante bevorzugt man vorwiegend ältere Scheiben vom Einback oder Weißbrot. Nach dem Braten werden die „Armen Ritter“ nicht nur mit einer Mischung aus Zimt-Zucker bestreut, sondern sie werden auch gern mit Pflaumenmus gegessen. Bekannt sind jedoch auch deftige Varianten, bestrichen mit Meerrettich oder Zwiebelquark.

Rezept

Zur Verwendung kommen ca. 6-8 Scheiben Einback (dicke Scheiben vorher halbieren), 300 ml Milch, 3 Eier, 60 g Butter, 2 Eßlöffel Zucker und eine Zucker-Zimt-Mischung zum Bestreuen. Dazu eine mittelgroße Pfanne

Zunächst wird die Milch mit dem Zucker und den Eiern verquirlt. Die Einback-Scheiben nacheinander in die Mischung aus Milch, Ei und Zucker legen. Die Scheiben sollten etwas von der Flüssigkeit aufnehmen können jedoch nicht durchgeweicht sein. Inzwischen die Bratpfanne mit etwas Butter (Haselnussöl eignet sich ebenfalls) erhitzen und die Einback-Scheiben, gut abtropfen lassen. Danach in die Pfanne geben und von beiden Seiten je 2-3 Minuten goldbraun braten. Die Armen Ritter mit einer Zimt-Zucker-Mischung bestreuen und heiß servieren.

Arme Ritter können schnell und mit wenigen Zutaten zubereitet werden. Die „Armen Ritter“ können später auch problemlos kalt gegessen werden. Sie sind dann allerdings nicht mehr so knusprig wie frisch aus der Pfanne.