Max Vötchen
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Max Vötchen war ein geschickter Freizeit-Mechaniker und Hobbybastler in Meißen. Er wohnte noch im Jahre 1950 in Niedermeisa in der Alten Straße Nr. 4. In den Adressbüchern der Stadt Meißen wird M. Vötchen stets als Arbeiter geführt und besaß weder eine größere Werkstatt noch hatte er ein Bastel-Geschäft.
Geschichte
Mit Vorliebe baute M. Vötchen Modelle aus Holz und aus anderen Materialien, welche sogar teilweise mit einer Mechanik ausgestattet waren. Bekannt wurden besonders die beiden Großmodelle „Meißner Albrechtsburg und Dom auf dem Burgberg“ und die mechanisch betriebene „Kuckucksmühle“. Das Modell „Die kleine Kuckucksmühle“ war ein mechanisches Kunstwerk mit 12 beweglichen Figuren. Im Mittelpunkt der dargestellten Szene stand eine alte Mühle aus Holz und am Gebäude drehte sich ein großes Mühlenrad.
In seiner heimischen Kleinwerkstatt entstanden jedoch auch Dioramen mit Miniaturfiguren vor einem detaillierten Hintergrund. Meistens stellte er häusliche Szenen nach wie beispielsweise das aus 123 Holzteilen bestehende Bild „Am Morgen in der Försterstube“. Einige seiner Werke wurden sogar vom Meißner Ansichtskarten-Verlag Reinhard Rothe fotografiert und als Ansichtskarten verkauft. Später wurden die Ansichtskarten auch vom Fotogeschäft Emil Koch in der Altstadt im Wohnhaus Fleischergasse Nr. 10 hergestellt und verkauft.
Seine Modelle stammen vermutlich aus der Zeit ab 1929. Offenbar wurde von M. Vötchen auch das Großmodell Albrechtsburg in der Zeit der Tausendjahrfeier 1929 gebaut. Ob es allerdings die beiden genannten Großmodelle heute noch gibt und wo sie einst eventuell ausgestellt waren ist nicht bekannt. Auch über die Person Max Vötchen ist leider nur wenig bekannt.
Literatur
- Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928.
- Adress- und Einwohnerbücher der Stadt Meißen ab 1935.