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Blick in Richtung Elbe zur Martinsbrücke.

Die Martinsbrücke ist eine Brücke über die Triebisch und die Verlängerung der Martinstraße in Richtung Altstadt.

Geschichte

Am Ort der heutigen „Martinsbrücke“ legte der Finanzprokurator Gustav Moritz Hallbauer bereits 1857 einen privaten Holzsteg über die Triebisch an. Der Steg war jedoch auch für die öffentliche Benutzung freigegeben. Beim Triebischhochwasser im Jahre 1860 wurde der Steg zerstört und man errichtete auf Staatskosten eine hölzerne Behelfsbrücke. Von August 1860 bis August 1861 ging nun der gesamte Fracht- und Personenverkehr zwischen den beiden Triebischufern im Stadtgebiet über diese Brücke. Der Bau einer dauerhaften Brücke wurde jedoch aus finanziellen Gründen von der Stadt abgelehnt. Das Provisorium bekam bald bei den Bürgern die Bezeichnung „Seufzerbrücke“ bis der Rat der Stadt schließlich die hölzerne Behelfsbrücke kaufte. In den Jahren 1868/69 baute man endlich eine massive Brücke. Am 21. Januar 1869 wurde der Schlussstein am Brückenbogen eingesetzt.

Bald nach der Benennung der „Martinstraße“ bürgerte sich ab 1864 auch bald die Bezeichnung „Martinsbrücke“ ein. Interessant ist der Schlussstein an der Martinsbrücke, denn an der Stirnseite triebischabwärts ist die Jahreszahl „1869“ zu lesen, während auf der anderen Seite die Buchstaben „R.z.M.“ (Rat zu Meißen) zu sehen sind. Am 17. April 1869 erfolgte die Freigabe der massiven Martinsbrücke für den öffentlichen Verkehr.

Als dann auch am 24. April 1869 die verbreiterte Straße zwischen der Franziskanerkirche und der Martinsbrücke freigegeben wurde, gab es nun eine bequeme Verbindung von der Altstadtbrücke über die Elbstraße und den Kleinmarkt zur Martinsbrücke. Bereits nach wenigen Jahren erwies sich die Martinsbrücke als zu schmal. Eine an der Ostseite angehängte Eisenkonstruktion zur Verbreiterung der Brücke wurde am 24. Oktober 1885 fertiggestellt. Eine grundhafte Sanierung der Martinsbrücke erfolgte in der Zeit vom 15. April 2002 bis zum 12. November 2002.[1]

Literatur

  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax, Beucha 2009, S. 214 und 215.