Männergesangsvereine
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In der Stadt Meißen gab es um 1910 verschiedene Männergesangsvereine. Einige wurden dem sogenannten “Elbgau-Sängerbund“ zugeordnet. Der erste Gesangsverein von Meißen wurde 1841 gegründet.
Geschichte
Der Meißner Männergesangsverein “Liedertafel“ wurde am 12. September 1841 im Gasthaus “Rothes Haus“ an der heutigen Nossener Straße Nr. 46 gegründet. Es folgte 1851 die Gründung des zweiten Männergesangsvereins „Concordia“ in Meißen. Dieser Verein besteht bis etwa 1865. In der gleichen Zeit hatte sich im Triebischtal im Jacobiwerk der Arbeitergesangsverein „Glück auf“ gegründet. Im Verein sangen dort nur Angehörige des Jacobiwerks.
Im Jahre 1862 war am 15. Juni die Gründung des „Sängerbundes des Meißner Landes“. Gründungsmitglieder waren 6 Meißner, 1 Großenhainer und 1 Wilsdruffer Gesangsverein. Bereits am 30./31. August 1862 folgt das 1. Sängerfest des Sängerbundes in Meißen.[1]
Weitere Männergesangsvereine waren ( Auszug um 1910):
- “Hippokrene“ (Porzellanmanufaktur Meißen, Mitglied im Elbgau-Sängerbund, Vereinslokal im „Erlanger Hof“.
- „Immergrün“, Mitglied im Elbgau Sängerbund, Vereinslokal „Hamburger Hof“.
- „Bürgergesangsverein“, Mitglied der Sängergruppe Meißner Land, Vereinslokal „Säuberlichs Restaurant“.
- „Germania“, Mitglied der Sängergruppe Meißner Land, Vereinslokal „Säuberlichs Restaurant“.
- „Kameradschaft“ Mitglied der Sängergruppe Meißner Land, Vereinslokal „Forsthaus“.
- „Liederkranz“ Mitglied der Sängergruppe Meißner Land, Vereinslokal „Schweizerhaus“.
- „Freundschaftsbund“ Mitglied der Sängergruppe Meißner Land, Vereinslokal an der Haltestelle Neusörnewitz.
- „Sängerbund“, Vereinslokal im „Hamburger Hof“.
- „Sängerkreis“, Übungslokal „Deutscher Kaiser“.
- „Meißner Männergesangsverein“, Übungslokal im Kaisergarten.
- „Afrana“, Vereinslokal im Hotel Goldener Löwe.
- Männergesangsverein „Teutonia“, Vereinslokal „Englischer Hof“.
- „Meißner Lehrergesangsverein“, Übungslokal „Erlanger Hof“.
Meißner Gesangsverein „Liedertafel“
Ab 1904 ist der bereits 1841 gegründete Männergesangsverein „Liedertafel“ im Vereinsregister der Stadt aufgeführt. Der Verein war demnach der Gruppe „a“ Meißen des sächsischen Elbgau-Sängerbundes zugeordnet. Die Gruppe „a“ bestand zunächst aus 3 Vereinen, „Hippokrone“, „Liedertafel“ und „Immergrün“, mit ca. 200 Sänger. Im Jahre 1914 kam noch der Gesangsverein „Sängerkreis“ hinzu. Geleitet wurde die sogenannte „a-Gruppe“ vom damaligen Stadtmusikdirektor Ernst Stahl.
Der Meißner Gesangsverein „Liedertafel“ stand unter dem Vorsitz von Polizeisekretär Artur Thessel, Dirigent war Domorganist Ludwig Siebdrat. Als Vereinslokal hatte man “Säuberlichs Restaurant“ am Kleinmarkt in der Altstadt ausgewählt. Jeden Montag war Probe. Im Adressbuch der Stadt Meißen von 1916 ist der Verein offenbar noch aktiv. Ab 1921 wird der Verein nicht mehr aufgeführt.
Veranstaltungen Gesangsverein „Liedertafel“
- „Kellerfest“ der Meißner Liedertafel 1900
- Liedertafel-Kirmes 1912
- Liedertafel-Kirmes 1913
- Im Jahre 1913 wurde in Meißen eine „Meißner Liedertafel – Erdbeer-Bowlen-Partie“ unternommen.
Literatur
- Adressbücher der Stadt Meißen 1900 bis 1910
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 113 und 121.