Lukasglocke (Domgeläut)
Die Lukasglocke aus dem Jahre 1929 befindet sich im Südturm vom Meißner Dom. Sie wurde 1929 von der Firma Franz Schilling und Söhne in Apolda gegossen. Sie gehört neben der Johannesglocke, der Matthäusglocke, der Markusglocke und der Weihnachtsglocke zum Domgeläut. Entworfen wurde die Glocke von Emil Paul Börner.
Geschichte
Gemeinsam mit der ersten Johannesglocke wurde auch die erste Lukasglocke im Ersten Weltkrieg 1917 zerschlagen und eingeschmolzen. Zur Tausendjahrfeier 1929 wurde die Glocke ersetzt. Da der Heimatverein Meißen die Kosten zur Herstellung der Glocke im Jahre 1929 übernommen hatte, bekam sie von den Meißnern bald den Beinamen „Heimatglocke“. Die Lukasglocke wurde gemeinsam mit der Johannesglocke im September 1929 auf dem Domplatz eingeholt und feierlich von den zahlreich anwesenden Gästen begrüßt.
Technische Daten
- Standort: Südturm
- Gewicht: 1224 kg
- Durchmesser: 1209 mm
- Schlagring: 88 mm
- Schlagton f¹ + 3
Dekor
Die Lukasglocke ist zwar einfacher gehalten, trägt jedoch ebenfalls aufwendig gestaltete Reliefs. Gestaltet ist die Glocke mit vier singende Engel. In den Zwischenräumen befinden sich weitere Engelsköpfe und Sterne. Auf der Wandung steht der Engelsgruß der Christnacht „Ehre sei Gott in der Höhe“. Weiterhin ist, „Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln“ zu lesen. Diese Worte des Propheten Jesaja sollen dabei an das traurige Schicksal der Domglocken im Ersten Weltkrieg erinnern. Die Glockenkrone besitzt vier Henkel darauf sind Symbole von Brot und Wein, in der Form von Ähren und Wein aus der Erde wachsend, dargestellt. .[1]
Literatur
Dombau-Verein Meißen e.V. und Freundeskreis der Albrechtsburg Meißen e.V., Verschiedene Autoren in: Monumenta Misnensia, Jahrbuch für Dom und Albrechtsburg zu Meißen, 2011/2012, ISBN 978-3-9812406-2-7.
Einzelnachweise
- ↑ Dombau-Verein Meißen e.V. und Freundeskreis der Albrechtsburg Meißen e.V., Verschiedene Autoren in: Monumenta Misnensia, Jahrbuch für Dom und Albrechtsburg zu Meißen, 2011/2012, ISBN 978-3-9812406-2-7, S. 6 bis 93.