Luftschiff LZ 17 „Sachsen“ über Meißen

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Ansichtskarte von Brück & Sohn.
Die LZ 17 „Sachsen“.

Das Luftschiff LZ 17 „Sachsen“ war ein Verkehrsluftschiff der Deutschen Luftschifffahrts-Aktiengesellschaft (DELAG). Benannt war es nach seinem vorrangigen zivilen Einsatzort, dem Königreich Sachsen. Am Sonntag dem 27. Juli 1913 war der Zeppelin in den frühen Morgenstunden auf dem Weg in Richtung Dresden in geringer Höhe über Albrechtsburg und Dom zu sehen.

Für die damalige Meißner Bevölkerung und für die Presse war der Zeppelin mit 149 m Länge eine besondere Attraktion. Besonders das laute Geräusch der Propeller war lange Zeit zu hören und offenbar sehr beeindruckend. Wie damals üblich wurde der Zeppelin mit lebhaften Tücherschwenken und mit heller Begeisterung begrüßt. Von dem besonderen Ereignis am Himmel von Meißen wurden später sogar Ansichtskarten von Brück & Sohn sowie von Reinhard Rothe hergestellt.

Hintergründe der Fahrt über Meißen

Das Luftschiff „Sachsen“ war bereits am 22. Juni 1913 in Leipzig angekommen um von dort aus Rundfahrten für Passagiere bis Anfang August zu unternehmen. Die regionale Presse informierte regelmäßig über diese Flüge. Das Billett für die einfache Fahrt, beispielsweise von Leipzig nach Zittau kostete 200 Mark. Eine Ausgabe der „Dresdner neueste Nachrichten“ kündigte die sogenannte „Lausitz-Fahrt“ von Leipzig nach Zittau im Artikel „Zeppelin kommt!“ an. Die Fahrt war schon länger geplant aber bereits zweimal wegen schlechten Wetters abgesagt worden.

Die „Lausitz-Fahrt“

Der Zeppelin war demnach am Sonntag dem 27. Juli 1913 um 5:07 Uhr mit 15 Passagieren, darunter zwei Damen und 10 Besatzungsmitglieder in Leipzig gestartet. Geführt wurde das Luftschiff von Dr. Eckener. Gegen 6:15 Uhr ist die „Sachsen“ im niedrigem Flug über Lommatzsch gefahren, sie erreichte um 6:25 Uhr die Stadt Meißen, um über dem Elbtal in Richtung Dresden weiterzufliegen. Die Stadt Dresden wurde gegen 6:45 Uhr überflogen und über Altstadt und Neustadt eine große Schleife gedreht. Das Luftschiff überflog 7:20 Uhr Bischofswerda, um 7:30 Uhr Oberneukirch und Wilthen. Gegen 8:00 Uhr wurde Neugersdorf erreicht. Das Luftschiff „Sachsen“ landete gegen 8:25 Uhr auf dem Exerzierplatz des 3. Infanterieregiments Nr.102 in Zittau.

Der eigentlich hier geplante Rundflug über die Lausitz mit zehn Passagieren mußte jedoch wegen Gewitterneigung ausfallen. Es gab daher nur einen Passagierwechsel für den Rückflug nach Leipzig. Nach einem kuren Aufenthalt ging die Fahrt über Löbau, Bautzen, Kamenz, Großenhain (11:00 Uhr) und Riesa (11:15 Uhr) wieder zurück nach Leipzig, wo das Luftschiff gegen 12:55 Uhr landete.[1][2]

Die LZ 17 „Sachsen“

Die LZ 17 „Sachsen“ führte bis zum Ersten Weltkrieg 419 Fahrten durch und war damit der erfolgreichste deutsche Vorkriegszeppelin. Ihre erste Fahrt war am 3. Mai 1913. Die „Sachsen“ kam damit insgesamt auf eine Fahrtzeit von 741 Stunden, bei denen 39 919 km in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 53,9 km/h zurückgelegt wurden. Insgesamt wurden von der „Sachsen“ 9837 Personen befördert.

Abkürzungen/Erläuterungen

  • LZ = Luftschiffbau Zeppelin (Baubezeichnung).
  • 17 = Das war die fortlaufende Baunummer.
  • Sachsen = Luftschiffe der DELAG führten neben der Baunummer noch einen Eigennamen.

Literatur

  • Zeitung Dresdner Nachrichten: Fernfahrt des Zeppelin-Luftschiffes „Sachsen“ von Leipzig über Dresden nach Zittau, 28. Juli 1913.
  • Zeitung Riesaer Tageblatt und Anzeiger, 28. Juli 1913.
  • Zeitung Dresdner neueste Nachrichten: Die Lausitz-Fahrt der „Sachsen“., 29. Juli 1913.
  • Zeitung Der sächsische Erzähler – Bischofswerdaer Tageblatt, 29. Juli 1913.

Einzelnachweise

  1. Dresdner Nachrichten: Fernfahrt des Zeppelin-Luftschiffes „Sachsen“ von Leipzig über Dresden nach Zittau, 28. Juli 1913, S. 2.
  2. Dresdner neueste Nachrichten: Die Lausitz-Fahrt der „Sachsen“., 29. Juli 1913, S. 3.