Ludwig Sturm
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Ludwig Sturm, eigentlich Ludwig Philipp Georg Sturm (* 18. November 1844 in Bamberg; † 23. März 1926 in Dresden), war ein Portrait- und Porzellanmaler. Er war ein Porzellankünstler und Manufakturist an der Porzellanmanufaktur Meißen.
Leben und Werk
Ludwig Philipp Georg Sturm wurde 1844 in Bamberg als Sohn eines Kunstmalers geboren. Seine erste künstlerische Ausbildung bekommt er im Porzellan- und Malinstitut von Carl Schmidt in Bamberg. Anschließend besucht er die Königliche Akademie der Bildenden Künste in München, geht aber später nach Dresden. An der Dresdner Kunstakademie lässt er sich zum Porträtmaler ausbilden. Allerdings werden seine Studien durch den Deutschen Krieg (1866) und den Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 immer wieder unterbrochen.
Als begehrter Portraitmaler lebt Sturm mit seiner Gattin in Dresden bis er im Jahre 1880 von der Sächsischen Regierung als Malereivorsteher an die Meißner Porzellanmanufaktur berufen wird. L. P. G. Sturm zieht mit seiner Frau nach Meißen und tritt die Stelle als Malereivorsteher an. In dieser Position wird er fünfundzwanzig Jahre (1880-1905) an der Manufaktur tätig sein.[1]
Im Jahre 1891 wird Sturm zum Professor berufen und 1898 ist er in der Manufaktur als künstlerischer Direktor tätig. Später erhält er den Titel „Hofrat“. Er führt in dieser Zeit nach Vorlagen diverser Maler vorwiegend Malereien auf Porzellanplatten aus. Dabei bediente er sich den sogenannten Pâte-sur-Pâte- und Scharffeuerfarben. Zudem malt er im Auftrag vom König Ludwig von Bayern verschiedene Bilder für Herrnchiemsee und er kopiert 1890 die Sixtinische Madonna, welche große Beachtung findet. Die meisten seiner Bilder (Portraits) befanden sich seinerzeit im Privatbesitz.[2]
Ludwig Philipp Georg Sturm verstirbt am 23. März 1926 in Dresden. Seine letzte Ruhestätte findet der Künstler auf dem Urnenhain in Dresden-Tolkewitz. Die Grabstätte blieb erhalten.
Literatur
- Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler (1888), Meißen, 1888.
- Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975.