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Der Nachtwächter, Radierung von L. Haach um 1833.
Ruhestätte von L. Haach in Rom.

Ludwig Haach (* 3. November 1813 in Meißen; † 24. März 1842 in Rom) war ein Kunstmaler, Radierer und Lithograf. Er war in Meißen ein Schüler von Ludwig Richter.

Leben und Werk

Ludwig Haach wurde am 3. November 1813 als Sohn eines Kreisrentamtsexpeditors bei der Kreisdeputation in Meißen geboren. Sein Vater verstarb im gleichem Jahr und er wuchs in dürftigen Verhältnissen auf. Sein zeichnerisches Talent wird der Mutter bekannt und sie plant bereits ihren Sohn später zum Porzellanmaler ausbilden zu lassen. Zunächst besucht L. Haach nach Beendigung der Schulzeit die Zeichenschule der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen. Allerdings will er an der Manufaktur kein Porzellanmaler werden. Er studiert in dieser Zeit die Landschaften zwischen Meißen und Dresden, durchstreift das Elbtal, besucht die Dresdner Galerie und kehrt zu Fuß wieder nach Meißen zurück. Sein erstes Geld verdient er sich bei einen Tischler, dem er die gefertigten Särge mit Efeu- und Immergrün-Gewinden bemalt. Seine Arbeit ist beliebt und er hatte viele Aufträge. Durch einen jugendlichen Streich verliert er dort aber bald seine Arbeit. Er hatte den Sarg eines Verstorbenen, welcher dem Wein nicht immer abhold gewesen sein soll, mit Weinlaub und Weinreben und nicht wie beauftragt mit Efeu bemalt. Zunächst lebte er nun in sehr bescheidenen Verhältnissen in einer der Dresdner Vorstädte. Davon hörte Ludwig Richter und nahm sich seinem ehemaligen Schüler an.

So bekam er 1835 den Auftrag das damalige Königliche Antikenkabinet im japanischen Palais auszumalen. Der Saal eines Leipziger Buchhändlers folgt. Dabei bekam L. Haach volle Freiheit bei der Erfindung der Motive. Er hatte Erfolg und sein Werk gefiel. Danach schuf er ein gemaltes Lied von der Glocke und nun hatte sogar der Sächsische Hof großes Interesse am Künstler. Man übertrug L. Haach bei verschiedenen festlichen Gelegenheiten die Anfertigung von Beleuchtungsbildern. Zudem bewilligte der Sächsische König eine Reiseunterstützung nach Düsseldorf und Paris. 1837 kam er in Düsseldorf an und im Jahre 1838 war das große Gemälde Die Söhne Jakobs, welche dem Vater Josephs blutiges Gewand bringen vollendet. Ein Jahr später malte er eine Madonna mit dem Kinde.

Der Sächsische Kunstverein hatte Ludwig Haach inzwischen den Auftrag erteilt das Gemälde Christus im Sturme zu malen. Begeistert ging er in Düsseldorf an die Arbeit und sein Werk findet mit dem Zauber der Farbgebung große Bewunderung. Der Sächsische Kunstverein kauft es im Jahre 1839 für 690 Thaler an. Im Auftrag des Rheinischen Kunstverein malte er 1840 das Gemälde Isaak und Rebekka. Nach zwei Jahren Aufenthalt in Düsseldorf reist er mit seinem Freund dem Historien- und Portraitmaler Alexander Heubel (1813-1847) nach Italien und bleibt in Rom. In Rom arbeitet er ohne Rücksicht auf seine bereits angegriffene Gesundheit mit großer Leidenschaft. Er erhält von Meißen aus den Auftrag ein Altarbild für die Meißner Frauenkirche zu malen. Er beginnt damit, allerdings hindert ihm ein Brustleiden immer wieder daran es zu vollenden. Im Jahre 1842 verschlimmerte sich seine Krankheit zusehends, doch noch immer malt er. Alexander Heubel und andere Freunde finden Ludwig Haach am 24. März 1842, Tod vor seiner Staffelei sitzend.

Viele Künstler, welche in dieser Zeit auch in Rom weilten, gaben ihm das letzte Geleit. Die letzte Ruhestätte findet der Künstler auf dem Protestantischen Friedhof von Rom. Sein dortiges Grabmal blieb erhalten. Dankesworte an den Verstorbenen: Zitat: „Haach gehörte zu den wenigen unter den Sterblichen, denen es gelungen war, keinen Feind zu haben.“[1][2][3]

Werke (Auswahl)

  • Der Nachtwächter, Radierung um 1833.
  • Der Korbflechter, Lithografie um 1833.
  • Die Affen, Radierung 1840.
  • Künstlerfest in Rom, Radierung, 1841.
  • Der Totentanz auf dem Neuen Friedhof in Dresden Neustadt, Lithografie um 1841.

Literatur

  • Meißner Wochenblatt, 16. April 1842.
  • Müller: Künstler aller Zeiten und Völker, Band 2.
  • Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler (1888) , Meißen, 1888.
  • Ludwig Richter: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, 1923, S. 324.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 35 bis 39.
  2. Müller: Künstler aller Zeiten und Völker, Band 2, S. 328.
  3. Ludwig Richter: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, 1923, S. 324.