Lotterie-Collecteur Ernst Krell

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Werbeanzeige vom Lotterie-Collecteur Ernst Krell um 1890.

Der Lotterie-Collecteur Ernst Krell war um 1890 ein Verkäufer (Collecteur) für Lotterie-Lose der „Königlich Sächsischen Landeslotterie“ in der Altstadt von Meißen. Zudem führte er eine Agentur der „Leipziger Feuer-Versicherungs-Anstalt“ und der „Norddeutschen Hagel-Versicherungs-Gesellschaft“.

Die Agentur und Verkaufsstelle für Lotterie-Lose befand sich im Haus Görnische Gasse, damals noch bezeichnet mit der Hausnummer 295 (heute Wohnhaus Görnische Gasse Nr. 42), direkt am Zugang Konditorei und Café National.[1]

Das Unternehmen

Die Agentur und Verkaufsstelle für Lotterie-Lose von E. Krell ist in den Meißner Adressbüchern von 1880 bis 1904 nachweisbar. Gegründet wurde das Unternehmen bereits vor 1880. Eine erste staatliche Lotterie wurde schon 1713 von Kurfürst Friedrich August I. (August der Starke) eingeführt. Um 1890 gab es mehrere Lotterien wie beispielsweise die Dom-Lotterie 1902 um den Bau der 81 m hohen Meißner-Domtürme finanziell zu unterstützen. Zu gewinnen gab es meistens Bargeld oder Meißner Porzellan. Später veranstaltete man noch die Porzellan-Lotterien.

Die Nummern der Gewinn-Lose wurden in den jeweiligen Büros der Collecteure ausgehangen und die Bargeld-Gewinne dort auch eingelöst. Derartige Lotterien waren schon immer äußerst beliebt und es gab großen Zuspruch. In dieser Zeit verkauften die Collecteure aber auch Versicherungen der unterschiedlichsten Art. Die Leute wurden in den Büros der Agenten auch Beraten und es gab Informationen. Ein weiterer Lotterie- und Versicherungs-Agent in Meißen war um diese Zeit der Lotterie-Collecteur Carl Nicolai.

Die Agentur von E. Krell war um 1902 in das Haus Neugasse Nr. 16/17 umgezogen und noch bis um 1905 betrieben. E. Krell ging in den Ruhestand.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Stadt Meißen und der Vororte Bohnitzsch, Fischergasse, Hintermauer, Korbitz, Lercha, Neudörfchen, Niedermeisa, Obermeisa, Oberspaar, Questenberg und Zscheila, Ausgabe 1890, S. 40
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1880 bis 1906.