Lorenzgasse
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Die Lorenzgasse in der Meißner Altstadt wird als „Hospital- oder Lorenzgasse“ erstmalig im Jahre 1717 genannt. Der Name „Spittelgasse“ ist im Jahre 1551 im Gebrauch und 1608 ist der Name „Hospitalgasse“ bekannt. In der Zeit um 1726 wird ein kleiner Abschnitt der Gasse auch als „Hospitalgäßchen“ bezeichnet. Um 1830/35 wird nur noch der Name „Lorenzgasse“ verwendet.
Geschichte
Der Name soll an das einst an dieser Gasse gelegene „Lorenzhospital“ (auch Laurentiushospital) erinnern. Das Lorenzhospital war eine Einrichtung für mittellose Alte und Kranke. Als öffentliche Einrichtung in der Trägerschaft der Kirche wird das Lorenzhospital erstmals 1221 urkundlich erwähnt.
Das Lorenzhospital
Es handelte sich dabei um einen recht großen Gebäudekomplex, der sich im mittelalterlichen Meißen, auf dem Areal zwischen Lorenzgasse, Baderberg sowie Theaterplatz erstreckte. Auf einer alten Stadtansicht von 1558 ist das Areal nachweisbar. Das Hospital verfügte über einen umfangreichen Grundbesitz und hatte reichlich Einnahmen. Mit der Reformation wurden die Einnahmen vom Hospital 1540 dem Prokuramt überwiesen und 1544 schenkte Herzog Moritz der Stadt Meißen einen Teil des Grundbesitzes des Laurentiushospitals. Im Jahre 1637 brannte das Hospital ab, später baute man allerdings die Laurentiuskapelle wieder auf. Das Laurentiushospital bestand später als Stiftung weiter und diente zum Beispiel der Unterbringung von „sechs altersgebrechlichen“ Meißner Bürgerswitwen.
Einen gemeinsamen Aufenthaltsraum und für jede Frau einen Schlafraum gab es noch im Jahr 1894. Für die Beköstigung hatten die Frauen aber selbst zu sorgen. Am 12. Februar 1920 beschloss der Meißner Stadtrat den Aufkauf des Hospitals um dort Kleinwohnungen einzubauen.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 200 und 201.