Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.

Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Das ländliche Krankenhaus am Hospitalplatz um 1906.
Das Landkrankenhaus in Meißen.
Das Landkrankenhaus um 1936.

Das ehemalige Meißner Landkrankenhaus war ein Krankenhaus an der Hospitalstraße im Stadtteil Cölln. Zum Krankenhaus gehörten später auch noch Einrichtungen an anderen Orten der Stadt Meißen.

Geschichte

Der für Meißen zuständige „Armenversorgungsverein im Amtsgerichtsbezirk Meißen“ erwarb am 15. März 1862 an der heutigen Hospitalstraße ein Grundstück mit einem Haus, welches bisher für die Unterbringung arbeitsscheuer Personen genutzt wurde und richtete dort eine Krankenstube für Frauen und Männer ein. Am 18. November 1863 wurde neben dem Haus ein Neubau (Versorg- und Korrektionshaus) eröffnet. Dort gab es insgesamt 120 Plätze für versorgungsbedürftige alte Personen und „Korrektionäre“.

Das 1862 erworbene Haus baute man zum Krankenhaus mit insgesamt 30 bis 40 Betten um. Im Erdgeschoss gab es zwei Krankenstuben für Frauen und eine Krankenstube für Männer. Zudem gab es dort zwei Zellen für die Aufnahme von Geisteskranken. Es gab eine Küche, ein Bad und die Wohnung für den Krankenwärter. Im Obergeschoss gab es noch weitere vier Zimmer. Der Umbau war am 18. März 1865 abgeschlossen. Am 20. Juli 1880 war die Einweihung eines neu erbauten Krankenhausgebäudes mit 50 Betten. Das alte Krankenhaus musste trotzdem wegen Raummangels in den Jahren 1881 bis 1899 wieder mit zur Aufnahme von Kranken herangezogen werden.[1]

Im Jahre 1899 erfolgte der Bau des Westflügels mit Isolierstation, die später als Frauenabteilung genutzt wurde und 1913/14 folgte der Bau des Ostflügels, welcher als Männerabteilung genutzt wurde. Dessen Übergabe erfolgte am 7. Juni 1899 bzw. am 19. September 1914. Bereits 1913 begann der Abbruch vom alten Versorghaus von 1863. Dessen Insassen siedelte man in das neue Heim nach Coswig um. Die Errichtung vom Mittelbau war im Mai 1914. Ein „Ärztekasino“ hat man im Jahre 1961 am Robert-Koch-Platz Nr. 1a errichtet, welches aber später nicht mehr genutzt wurde.

Einrichtung Dompropstberg

Im Jahre 1926 wurde eine große Fläche auf dem Dompropstberg im Spaargebirge angekauft um dort ein neues Landkrankenhaus zu bauen. Am 19. Mai 1927 war dazu noch der Kauf des Grundstücks Boselweg Nr. 48 mit dem „Werlhoffschen Landhaus“ erfolgt. Es gab nun einen direkten Zugang zum Boselweg. Zudem wurde auch noch das Grundstück Boselweg Nr. 50 gekauft. Am 17. September 1927 kaufte man ein angrenzendes Grundstück von 0,9 ha dazu um auch den Zugang von der Lückenhübelstraße zu gewährleisten. Die einstige „Werloffsche Villa“ konnte nach dem Umbau zum „Wöchnerinnen- und Entbindungsheim Dompropstberg“ am 30. Mai 1929 eingeweiht werden. Ein weiterer Anbau konnte dann am 1. April 1936 übergeben werden. Im Jahre 1970 hat man das Entbindungsheim nach dem Ratsweinberg Nr. 2a verlegt und von dort erfolgte die Verlegung Anfang 1979 in das Stadtkrankenhaus wo zwei Entbindungsräume mit je zwei Betten zur Verfügung standen.[2]

Am 22. Januar 1929 wurde für das Landkrankenhaus das Wohnhaus Hospitalstraße Nr. 1 angekauft. In dem Haus war dann bis 1998 die Krankenhausverwaltung untergebracht. Eine bereits vorhandene Baustelle in der Hospitalstraße mit 3060 qm Gartenland konnte am 24. Juni 1931 erworben werden. Am 17. Dezember 1936 erfolgte der Zusammenschluss der beiden Meißner Krankenhäuser zum „Krankenhaus- und Anstaltsverband Meißen“. Die Umwandlung zum Kreiskrankenhaus Meißen erfolgte am 1. Januar 1951.

Das Landkrankenhaus wurde am 1. Januar 1951 mit dem Stadtkrankenhaus sowie der Einrichtung auf dem Dompropstberg am Boselweg Nr. 48 zum Kreiskrankenhaus Meißen zusammengeschlossen. Mit dem Bau vom neuen Kreiskrankenhaus Meißen am Nassauweg Nr. 7 wurden die Kreiskrankenhäuser Meißen am 1. August 2002 unter den Namen „Elblandkliniken Meißen-Radebeul GmbH & Co. KG“ zusammengeschlossen.

Die ehemalige Poliklinik wurde am 31. Dezember 1991 geschlossen. Die Räumlichkeiten an der Hospitalstraße wurden nun durch Ärzte in freier Niederlassung weitergenutzt.[3]

Die lange Zeit ungenutzten Gebäude vom Landkrankenhaus waren am 23 Juni 2014 durch einen Großbrand stark beschädigt worden. Der gesamte Dachstuhl wurde dabei ein Opfer der Flammen.

Literatur

  • Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929.
  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, Beucha, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5.

Einzelnachweise

  1. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929, S. 668 .
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, Beucha, 2009, S. 186.
  3. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, Beucha, 2009, S. 185 bis 187.