Das Buschbad auf einer Lithografie.
Das Restaurant Buschbad-Meissen um 1903.

Das Kurhaus Buschbad war eine Kureinrichtung mit Heilbad im Sohlental Triebischtal. Einige ehemaligen Kurhäuser dienen heute als Wohngebäude. Sie befinden sich an der Straße Am Buschbad. Der Straßenname soll dabei an das einst dort betriebene "Buschbad" erinnern.

Geschichte

Die Geschichte des Kurhaus Buschbad begann mit der der Entdeckung einer Quelle eines Eisensäuerlings (natürliches, kohlesäurehaltiges Quellwasser mit einem hohen Gehalt an Eisenverbindungen – in der Regel mehr als 10 mg/Liter). Im Jahre 1796 fand der Amtsphysikus Rd. Lutheritz diese im heutigen Ortsteil Buschbad. Bereits ein Jahr später 1797 begann am Fundort der Bau eines Kurbades als Kaltwasserheilanstalt mit Wohngebäuden. Am 25. Februar 1797 wurde die Quelle zum „Gesundbrunnen“ erklärt. Das „Buschbad“ wurde dann am 5. September 1797 feierlich eröffnet.

Die Außenanlagen waren parkartig gestaltet und es gab drei Unterkunftsgebäude für die Kurgäste. Das Wasser des „Gesundbrunnens“ wurde jedoch mehr zum Bade und nicht zum Trinken genutzt. Lutheritz kaufte im Jahre 1808 noch die Buschmühle und einen Weinberg dazu.

Mitte des 19. Jahrhundert versiegte die Quelle und führte damit zum Niedergang der im klassizistischen Stil errichteten Kaltwasserheilanstalt. Danach wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt und auf dem Areal enstand für einige Zeit ein Gaststättenbetrieb. Die Station „Buschbad“ war bis zum 21. Dezember 1935 die Endhaltestelle der Meißner Straßenbahn und daher gut zu erreichen. Die Gaststätte „Restaurant zum Buschhaus“ bestand noch bis 1943.

Ehemalige Kurhäuser

Die heutige Wohnanlage gehörte ursprünglich mit zur Heilbadeinrichtung. Die Gebäude wurden in offener Bebauung errichtet und besitzen einige Zierelemente. An der ehemaligen Badeanstalt (Nr. 14b) befinden sich noch historische Torpfeiler und ein auf Säulen ruhender Balkon.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 19, 51, 52 und 57.