Die Korbitzer Siedlung ist ein historisch gewachsener Stadtteil von Meißen mit einer bewegten Vergangenheit und charakteristischer Entwicklung. Die erste urkundliche Erwähnung von Korbitz stammt aus dem Jahr 1336, was auf eine lange Besiedlungsgeschichte hinweist.

Während des Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763) kam der Korbitzer Hochfläche eine strategische Bedeutung zu. In diesem Zeitraum wurden dort heftige Gefechte ausgetragen. Noch heute erinnern Flurnamen und Wegebezeichnungen wie „Kanonenweg“ und „Korbitzer Schanze“ an diese kriegerischen Auseinandersetzungen.

Eine prägende Phase in der Entwicklung der heutigen Siedlung fand in den Jahren 1920 bis 1925 statt, als eine Reihenhaussiedlung errichtet wurde. Diese Bebauung bestimmt bis heute maßgeblich das Erscheinungsbild des Stadtteils. Seit dem Jahr 1923 gehört Korbitz offiziell zur Stadt Meißen.

Ein weiteres markantes Bauwerk entstand 1963 mit dem Bau eines Fernsehumsetzers auf den Korbitzer Schanzen, der die technische Infrastruktur der Region verbesserte. Verkehrstechnisch ist die Korbitzer Siedlung durch den öffentlichen Nahverkehr erschlossen. Sie bildet die Endstation der Stadtbuslinie A, deren Haltepunkt als Wendeschleife ausgeführt ist.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 184.