Kolonialwaren und Spirituosen Paul Hainich

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Im Lebensmittelladen (Beispielfoto). Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.

Kolonialwaren und Spirituosen Paul Hainich (wurde auch „Hainig“ geschrieben) war um 1924 ein Lebensmittelgeschäft im Meißner Stadtteil Triebischtal an der Ecke zur Talstraße.

Das Lebensmittelgeschäft befand sich im Wohnhaus Jaspisstraße Nr. 1 (vorher Haus Nr. 645 H) und wurde 1924 vom Kaufmann Paul Hainich geführt. P. Hainich war in dieser Zeit auch der Hausbesitzer.[1]

Das Unternehmen

Eine Produktenhandlung (Lebensmittelhandlung) im Haus Jaspisstraße Nr. 1 ist in den Meißner Adressbüchern von 1885 bis 1950 nachweisbar. Gründer einer Produktenhandlung im Haus (damals auch als „Flemmingstraße“ oder als Jaspisstraße Nr. 11 bezeichnet) war um 1885 die Productenhändlerin Hildegard Püschel, welche das Geschäft um 1890 an den Kaufmann und Productenhändler Robert Weber übergab. Im Jahre 1902 übernimmt dann der Kaufmann Alfred Paul Hainich das Geschäft und führt es als eine „Kolonial- und Spirituosenhandlung“ weiter.

Ab 1935 hatte das Geschäft Rudolf Hainich übernommen und es wurde dort auch eine Vertriebstelle vom Meißner Tageblatt eingerichtet. Ab 1939 konnte man im Geschäft Anzeigen aller Art für das Meißner Tageblatt aufgeben.[2]

Geschäft Paul Hainich

Verkauft wurden alle Lebensmittel wie Mehlprodukte, Butter, Milch, Gries, Nudeln, Reis und Kaffee. Es gab dazu Milchprodukte wie Käse, Kaffeesahne und auch Eier. Später wurden dort auch Heringe, sauer eingelegte Gurken und Sauerkraut aus dem Fass angeboten. Zudem gab es Drogeriewaren. Das Geschäft diente ebenfalls zum Austausch von Neuigkeiten aus dem Triebischtal.

Im ersten Meißner Adressbuch nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Jahre 1950 wird die Verkaufsstelle für Lebensmittel Rudolf Hainich ebenfalls aufgeführt. Demnach ist R. Hainich auch der Hausbesitzer. Das Lebensmittelgeschäft R. Hainich bestand offenbar noch bis zum Anfang der 1980er Jahre. Später war dort der „Staatliche Kohlenhandel Meißen“ eingezogen und betrieb ein Verkaufsbüro. Heute dient der ehemalige Verkaufsraum für Bürozwecke und wurde entsprechend umgebaut.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1924, S. 168.
  2. ↑ Adressbücher der Stadt Meißen, 1885 bis 1950.