Klosterhof
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Der Klosterhof befindet sich im Haus Freiheit Nr. 16. Der Klosterhof ist auch Sitz der „Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen“, ehemals „Augustiner-Chorherrenstift St. Afra“.
Geschichte
Der Klosterhof war seit der Reformation stets mit der Fürstenschule auf dem Grundstück Freiheit Nr. 13 verbunden. Zuletzt war es deren Wirtschaftshof (Ökonomiehof). Auch nach 1945 blieben die beiden Liegenschaften Freiheit Nr. 13 und 16 in einer Hand und wurden ab 1953 von der Hochschule für LPG genutzt.
Das Sächsische Finanzministerium sprach im Januar 1992 den Klosterhof der Ev.-Luth. Landeskirche zu. Er ist seit dem 20. Mai 1992 Sitz der Akademie der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen und ab dem Herbst 1999 auch Sitz des Pastoralkollegs. Das Pastoralkolleg ist die seit 1956 bestehende Weiterbildungseinrichtung für Pfarrer. Ab 2006 wurde der Klosterhof zudem Sitz der „Evangelischen Ehrenamtsakademie“ für ehrenamtliche Mitarbeiter der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen.
Baugeschichtliches
Der Klosterhof schließt nach Norden direkt an die Kirche St. Afra an. Das repräsentativste Gebäude vom Klosterhof ist das im Barockstil umgestaltete ehemalige Probsteigebäude. Ursprünglich war das Gebäude einmal gotisch gestaltet. Ein barocker Erker zeigt muschelartige Stuckverzierungen aus der Zeit um 1660/70. Über dem unteren Erkerfenster sind das sächsische Rautenwappen, die Kurschwerter und der Kurhut angebracht. Über dem oberen Erkerfenster befindet sich eine mit „1671“ bezeichnete Kartusche.
Im Eingangsbereich des Klosterhofes stehen ehemalige Wirtschaftsgebäude des Augustiner-Chorherrenstifts. Sie dienten ursprünglich als Brauerei, Bäckerei und Fleischerei und wurden damals auch noch von der Fürstenschule weitergenutzt. Rückwärtig wird der Klosterhof noch von einem vollständig erhaltenen Teil der mittelalterlichen Stadtmauer mit gotischem Wehrturm abgeschlossen. Der Wehrturm wurde 1984 rekonstruiert, enthält einen gotischen Stufengiebel und wird im Volksmund als „Pönitenzturm“ bezeichnet. Abgeleitet ist die Bezeichnung vermutlich von lateinisch „poena“ = Strafe. Der Turm hat aber zu keiner Zeit tatsächlich als Gefängnis gedient.
Der Kreuzgang des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts ist vom Klosterhof zugänglich und wird heute für Ausstellungen und Vortragsveranstaltungen genutzt. Unter dem Fußboden der sich anschließenden Barbarakapelle befindet sich der sogenannte „Ratsherrenstein“.
Der Klosterhof wurde zwischen 1992 und 2005 umfassend saniert. Der offizielle Abschluss der Sanierungsarbeiten war am 5. Mai 2005 und wurde mit einem Festakt gefeiert.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 94.