Kinos
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In der Stadt Meißen gab es ab dem Jahre 1907 eine Anzahl an Kinos, welche unterschiedlich lang existierten und von der Bevölkerung gern besucht wurden.
Geschichte
Als erstes Kino der Stadt eröffnete der Mechaniker Oswald Reimann an der Gerbergasse Nr. 9 ein „Kinematographisches Theater“ (Kino). Das Kino wird später in „Olympia“ umbenannt. Es gab täglich von 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr Dauervorstellungen. Eintritt: 30 Pf. und 20 Pf.; Kinder zahlten jeweils die Hälfte. Ein weiteres Kino wird am 14. März 1908 von Albert Neubert in der Neugasse Nr. 45 als „erstes Meissner Welttheater“ eröffnet. Beide Kinos machten sich lange Zeit Konkurrenz und bestehen heute nicht mehr.
Am Hahnemannsplatz Nr. 3 eröffnet am 27. Mai 1909 das Kino „Biorama“. Später wird es in „Colosseum“ umbenannt. Zusammen mit dem Kino an der Gerbergasse Nr. 9 (Zusammenschluss) nennt man sich später “Vereinigte Lichtspieltheater Meißen“. Es werden zunächst noch getrennte und ab 1918 gemeinsame Programme gezeigt. Im Ersten Weltkrieg gibt es dort bei freiem Eintritt Filmvorführungen für Verwundete. Bei vielen Bürgern war das „Colosseum“ auch unter der Bezeichnung „Zentral-Lichtspiele“, „Tagesfilmtheater“ oder umgangssprachlich als „Flohkino“ bekannt. Später wird das Kino-Gebäude zum Wohnhaus umgebaut.
Am 30. August 1918 wird das „Meißner-Dom-Lichtspielhaus“ am Elbberg Nr. 3 eröffnet. Besitzer ist Paul Endesfelder. Es gibt täglich Vorstellungen von 15:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Zur Eröffnung wird der Film Kain oder die Folgen zügelloser Rache gezeigt. Als „Kammer-Lichtspiele“ eröffnet Max Krebs, der Besitzer vom Gasthof Goldene Sonne, im Jahre 1918 ein Kino mit 1154 Sitzplätzen. Dazu hatte er den zum Gasthof gehörenden „Sonnen-Saal“ entsprechend umgebaut. Das Kino befand sich auf der Nordseite vom Theaterplatz hinter dem Gewandhaus. Für Stummfilm-Vorführungen stand eine „8-Mann-Hauskapelle“ zur Verfügung. Eröffnet wurden die Kammer-Lichtspiele mit dem Film Das Himmelsschiff. Am 1. November 1930 war dann die Eröffnung der heute nicht mehr bestehenden Filmburg in der Neugasse Nr. 44. Während der Weltwirtschaftskrise zahlten Erwerbslose in einigen Kinos der Stadt den halben Eintrittspreis.[1]
Kinos der Stadt (Übersicht)
- Kinematographisches Theater (Kino), Gerbergasse Nr. 9. Eröffnung 22. Oktober 1907.
- Kino an der Neugasse Nr. 45. Eröffnet am 14. März 1908 als „erstes Meissner Welttheater“.
- Kino am Hahnemannsplatz Nr. 3 mit dem Namen „Biorama“ am 27. Mai 1909 eröffnet und später in „Colosseum“ umbenannt. Auch bekannt unter den Bezeichnungen “Vereinigte Lichtspieltheater Meißen“, „Zentral-Lichtspiele“, „Tagesfilmtheater“ oder umgangssprachlich auch als „Flohkino“. Letzte Vorstellung ist am 29. Juni 1961.
- Von Paul Endesfelder wird am 30. August 1918 das „Meißner-Dom-Lichtspielhaus“ am Elbberg Nr. 3 eröffnet. Das Kino existiert nur kurze Zeit und wird später wieder geschlossen.
- Im Gasthof Goldene Sonne am Theaterplatz eröffnet Max Krebs 1918 das Kino „Kammer-Lichtspiele“. Das Kino wird 1953 kurzzeitig zum „Domtheater“ umbenannt. Später bekam das Kino den Namen „Filmbühne“. Nach 1990 wird die Filmbühne vom Betreiber „Cinestar“ weitergenutzt.
- Die „Filmburg“ wird am 1. November 1930 an der Neugasse Nr. 44 eröffnet. Wegen der Baufälligkeit vom Kinosaal fand dort am 15. Oktober 1984 die letzte Kino-Vorstellung statt. [2][3]
Literatur
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten, Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, 1993.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha, 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.