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Werbeanzeige vom Goldschmied E. H. R. Müller um 1914.

Kinder-Zähne-Schmuck war 1913 in Mode gekommen und bei den Eltern recht beliebt. Der Meißner Goldschmied Emil Hermann Richard Müller bot damals seine außergewöhnliche Schmuck-Dienstleistung in Werbeanzeigen an. Der Goldschmied Müller befand sich um 1912 in der Altstadt im Wohnhaus Gerbergasse Nr. 1 in der Nähe der Elbstraße.

Das Goldschmied-Geschäft von E. H. R. Müller wurde vermutlich im Jahre 1913 gegründet.[1]

Das Unternehmen

Das Geschäft vom Goldschmied Müller ist im Meißner Adressbuch von 1914 bis 1927 nachweisbar. Eine entsprechende Werbeanzeige wirbt mit einer fachmännischen Verarbeitung und Anfertigung von „Kinder-Zähne-Schmuck“. Allerdings gab es beim Gold- und Silberschmied Müller noch Brillanten-, Perlen- und Edelstein-Schmuck. Es gab zudem handgearbeitete Gold- und Silberschmuck-Erzeugnisse nach künstlerischen Motiven. Anfertigungen nach eigenen und Künstler-Entwürfen waren ebenfalls möglich. Er betrieb eine eigene Werkstatt für Reparaturen, Vergolden und Versilbern. Vermutlich wurde das Geschäft um 1930 aufgegeben.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1914, S. 62.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1914 bis 1927.