Keramischer Brunnen Marienhofstraße 3
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Auf dem Plossen in der Marienhofstraße Nr. 3 befindet sich im Garten eine keramische Brunnenanlage aus „Teichert-Baukeramik“. Der Brunnen wurde dort vom ehemaligen Besitzer der Villa um 1910 aufgestellt.
Hintergrund
Der Ingenieur Karl Polko, damaliger Direktor der „Meißner Ofen- und Porzellanfabrik vorm. C. Teichert“ am Neumarkt Nr. 5, wohnt mit seiner Frau Martha bis zu seinem Tod um 1936 in der Villa Marienhofstraße Nr. 3. Der Fabrikdirektor K. Polko gilt dabei auch als Erfinder der sogenannten „Neumarktkachel“ aus dem Jahre 1915, welche später auch patentiert wird. Um 1910 lässt Karl Polko den keramischen Brunnen im Werk am Neumarkt anfertigen und auf dem Privatgrundstück auf dem Plossen aufstellen.
Beim Brunnen handelt es sich um einen Zierbrunnen aus farbig glasierter Baukeramik mit figürlicher Jugendstilplastik, welche in dieser Art selten anzutreffen ist. Die keramischen Fabriken in Meißen verfügten schon um 1900 über eine leistungsfähige baukeramische Industrie, die noch durch Produktionsstätten zur Herstellung keramischer Farben und Glasuren ergänzt wurde.[1]
Der Brunnen ist ortsgeschichtlich von großer Bedeutung und belegt das Schaffen einer einst bedeutenden künstlerisch keramischen Industrie in Meißen. Die Brunnenanlage gehört heute zu den Kulturdenkmälern im Freistaat Sachen und wird unter der Objekt Nr.: 09266093 geführt.
Literatur
- Adressbücher der Stadt Meißen von 1880 bis 1950.
- Günter Naumann und Sieglinde Naumann: Jugendstil in Meissen, Fremdenverkehrsamt Meissen-Information, 1990.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann und Sieglinde Naumann: Jugendstil in Meissen, Fremdenverkehrsamt Meissen-Information, 1990, S. 39 und 99.