Katholische Kirche St. Benno

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Die katholische Kirche Meißen um 1916. Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.

Die Katholische Kirche St. Benno ist eine Pfarrkirche in Meißen. Die Kirche ist ein bedeutendes katholisches Gotteshaus mit einer wechselvollen Bau- und Nutzungsgeschichte.

Geschichte

Zu Beginn des Jahres 1881 erwarb das Apostolische Vikariat Dresden – das Bistum Meißen wurde erst 1921 wiedererrichtet – ein Flurstück in unmittelbarer Nähe der Porzellanmanufaktur im Triebischtal. Ziel war die Errichtung eines kombinierten Schul-, Pfarr- und Kapellenhauses zur Stärkung der katholischen Gemeinde vor Ort. Bereits am 26. Mai 1883 konnte der Grundstein für dieses Gemeindezentrum gelegt werden. Noch im selben Jahr, im Herbst 1883, wurden das Schul- und Pfarrhaus feierlich eingeweiht. Die eigentliche Kirche wurde in den darauffolgenden Jahren im neugotischen Stil errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. Mai 1885. Für Entwurf und Bauausführung zeichnete der Baumeister Dürichen verantwortlich. Zwei Jahre später, am 19. Mai 1887, wurde die Kirche feierlich gesegnet.[1]

Im Jahr 1959 erfuhr der Innenraum im Zuge umfangreicher Umbau- und Renovierungsarbeiten eine grundlegende Neugestaltung. Unter der Leitung des Architekten Arthur Becker entstand ein klar strukturierter, schlichter Kirchenraum. Dabei wurden zahlreiche ursprüngliche Ausstattungsstücke entfernt, darunter die Kanzel und der Hochaltar. Vom 1934 geschaffenen Benno-Altar blieb lediglich die Benno-Skulptur erhalten.[2]

Ein schwerer Einschnitt in der jüngeren Geschichte der Kirche war das Hochwasser im Jahr 2002, das erhebliche Schäden verursachte. Die anschließenden Sanierungs- und teilweisen Neugestaltungsmaßnahmen wurden unter der Leitung des Dombaumeisters Günter Donath durchgeführt.

Im Oktober 2003 konkretisierte Bischof Reinelt die Gestaltung des neuen Altars, womit die Wiederherstellung und liturgische Neuausrichtung der Kirche ihren Abschluss fand.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 667 (online).
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 165–166.