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Buchtitel Lebensläufe Meißner Künstler von 1888.

Karl Wilhelm Loose (* 14. Oktober 1839 in Chemnitz; † 29. April 1903 in Meißen) war ein Theologe, Lehrer und Heimatforscher.[1]

Leben und Werk

Karl Wilhelm Loose wurde im Jahre 1839 in Chemnitz als Sohn eines Schmiedes geboren. Er besuchte in Chemnitz ab 1846 die einfache Volksschule und wechselt später in die Höhere Bürgerschule. Ab 1854 besucht er das Gymnasium in Freiberg und legt dort 1860 die Reifeprüfung ab. Von 1860-1864 studiert er Theologie und Geschichte an der Universität Leipzig. Nach dem Abschluss des 1. theologischen Examens verlässt er die Universität um eine Hauslehrerstelle in Basel anzutreten. Im Jahre 1867 kommt Loose wieder nach Deutschland zurück und gibt bald seine theologische Laufbahn auf. Er wird zunächst wieder Hauslehrer und von 1867-1874 auch Lehrer an den Dresdner Privat-Lehranstalten.

K. W. Loose promoviert 1869 an der Universität Jena zum Dr. phil. und geht von 1874-1876 an das Gymnasium in Zittau, wechselt dann aber von 1876-1879 an das Realgymnasium Döbeln. Im Jahre 1879 kommt Loose nach Meißen und wird dort Rektor an der Realschule mit Progymnasium Meißen. Zudem wird er der Initiator der Gründung des Vereins für Geschichte Meißen.

Er bleibt von Anfang an im Verein für Geschichte Meißen die treibende Kraft bis zu seinem Tode. Er ordnet in der Zeit von 1880 bis 1884 das Meißner Stadtarchiv, um es für die wissenschaftliche Forschung zugänglich zu machen und wirkt ehrenamtlich als Stadtarchivar. Auch das Archiv vom Hochstift Meißen ordnet er ab 1882. Unter Loose erscheinen ab 1882 viele wissenschaftliche Beiträge zur Stadtgeschichte von Meißen in den „Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen“. Im Jahre 1888 erschien das Buch von Loose mit dem Titel Lebensläufe Meißner Künstler. Das Buch Alt-Meißen in Bildern folgt ein Jahr später.

Bereits ab dem Jahre 1885 beginnt K. W. Loose im Hinblick auf die anstehende Tausendjahrfeier der Stadt Meißen 1929 und im Auftrag der Stadtverwaltung mit der Erarbeitung einer Stadtgeschichte mit dem Titel Topographie der Stadt Meißen. Diese Arbeit wird zwar fertiggestellt, soll jedoch 1923 abhandengekommen sein. Zudem begann er eine „Meißner Häuserkartei“ mit den dazu erhaltenen Belegen zu erstellen. Allerdings kann Loose diese Arbeiten nicht mehr abschließen.

Karl Wilhelm Loose verstirbt am 29. April 1903 in Meißen. Der Nachlass von K. W. Loose zur Stadtgeschichte wird 1923 auf dem Dienstweg an Helmuth Gröger, dem Autor vom späteren Buch “Tausend Jahre Meißen“ übergeben.[2][3]

Ehrungen

  • 1902 wird ihm das Ritterkreuz 1. Klasse des Albrechtsordens verliehen.
  • Am 7. November 1933 wurde im Meißner Stadtteil Cölln die damalige „Südstraße“ in Loosestraße umbenannt. Der Name soll an den Heimatforscher Karl Wilhelm Loose erinnern.[4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 134, 139, 140, 145, 156 und 157.
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 199–200.
  3. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. III bis V, Vorwort (online).
  4. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 199–200.