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Wohnhaus von K. S. Scheinert in Niederfähre. Grafik von Bernhard Mannfeld.

Karl Samuel Scheinert (* 12. Januar 1791 in Dresden; † 20. Januar 1868 in Meißen) war ein Landschafts- und Glasmaler, Zeichenlehrer, Malereivorsteher und Manufakturist an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen. Neben der Porzellanmalerei befasste er sich mit großer Liebe der Glasmalerei. Verschiedene Kirchenfenster in Deutschland und Europa wurden durch den Künstler geschaffen.

Leben und Werk

Karl Samuel Scheinert wurde 1791 in Dresden geboren. Schon als Knabe zeichnete er gern und war sehr begabt. Sein zeichnerisches Talent wird ebenfalls in der Schulzeit erkannt und gleich danach wird er an der Kunstakademie Dresden angenommen. Nach dem Studium tritt er dem Freikorps „Banner der freiwilligen Sachsen“ bei. Nach Dresden zurückgekehrt bemalt er zunächst Pfeifenköpfe für die Drechsler der Stadt und erst 1819 wird er an die Porzellanmanufaktur Meißen als Zeichenlehrer berufen. Seine Liebe gilt in dieser Zeit nicht nur dem Meißner Porzellan, sondern er widmet sich ebenfalls der Glasmalerei. Unterstützung und Förderung bekommt K. S. Scheinert dabei vom Professor an der Dresdner Kunstakademie Rudolf Julius Benno Hübner, welcher später im Jahre 1845 auch der zweite Ehrenbürger von Meißen wird.

K. S. Scheinert gehört seiner Zeit mit zu den bedeutendsten Künstlern Deutschlands, welche sich mit Glasmalerei befasst hatten. Seine Glasarbeiten wurden damals als die besten der neuen Schöpfung der Glasmalerei bezeichnet. Im Jahre 1855 werden seine Werke in verschiedenen Nummern des Deutschen Kunstblatt aufgelistet und vorgestellt. An der Porzellanmanufaktur Meißen ist er auch noch weiterhin als Zeichenlehrer beschäftigt. Er unterrichtet, entwirft aber auch neue Dekore. Immer wieder lässt er sich in seinen Motiven von Albrecht Dürer inspirieren. Nach dem Tode von Georg Friedrich Kersting 1847 wird Scheinert zum Malereivorsteher berufen. Im Jahre 1860 wird er pensioniert. Zusammen mit seiner dritten Frau, die ebenfalls eine Glasmalerin ist, lebt er im sogenannten "Scheinert'schen Wohnhaus" in der damals noch selbständigen Gemeinde Niederfähre. Einige Quellen ordnen das Haus jedoch auch dem Seelensteig in der Altstadt zu.

Karl Samuel Scheinert verstirbt in Meißen am 20. Januar 1868. Ludwig Richter gedenkt in seinen Lebenserinnerungen an den Künstler mit großer Anteilnahme.[1]

Werke (Auswahl)

  • Kurfürst Moritz von Sachsen, Glasgemälde von 1828.
  • Kaiser Konstantin, das heilige Kreuz nach Jerusalem tragend, Glasgemälde um 1833.
  • Die Heilige Nacht, Ölgemälde, 1833.
  • Dekor zum 3er Satz Durchbruchteller für die Porzellanmanufaktur Meißen um 1860.
  • Kirchenfenster der damals königlichen Kapelle in Wachwitz (Loschwitzer Kirche).
  • Kirchenfenster für eine Kirche in Oschatz und für Rüdigsdorf bei Altenburg.
  • Kirchenfenster für Kirchen in England und Irland und Entwürfe für die Dominikanerkirche in Krakau.

Literatur

  • Friedrich Eggers: Deutsches Kunstblatt, diverse Nummern von 1855.
  • Müller: Die Künstler aller Zeiten und Völker. Band 3 und 4.
  • Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.
  • Ludwig Richter: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, 1923, S. 290 bis 322.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 81.