König-Albert-Denkmal


Das König-Albert-Denkmal in Meißen war ein Denkmal, das zu Ehren König Alberts von Sachsen (1828–1902) errichtet wurde. Es hatte eine Gesamthöhe von 8,60 Meter. Das große Reiterdenkmal aus Bronze wurde vom Dresdner Künstler Arthur Lange modelliert. In der Zeit von 1911 bis 1912 wurde das Denkmal aus rotem Meißner Granit gebaut. Die feierliche Enthüllung fand damals in Anwesenheit König Friedrich August III. am 28. Oktober 1912 statt. Das Denkmal befand sich am König-Albert-Park (heute Käthe-Kollwitz-Park).
Geschichte
Das überlebensgroße Reiterstandbild zeigte König Albert von Sachsen hoch zu Ross in der Pose eines Feldherrn mit Marschallstab. An drei Seiten vom Sockel befanden sich Reliefs. Dargestellt waren auf der nördlichen Seite drei Krieger, welche ein Ehrenschild hochhalten. An der nordwestlichen Schmalseite war zunächst ein kleineres Relief aus eingefärbter Porzellanmasse aus der Porzellanmanufaktur Meißen angebracht. Es zeigte zwei puttenartig dargestellte Figuren mit einen Lorbeerkranz in den Händen. Das Porzellan-Relief musste allerdings später wieder entfernt werden da es gerissen war. An der Südwestseite war ein großes Relief angebracht, welches vier unbekleidete athletische Männer mit Ehrenkränzen in den Händen darstellte.
Umgestaltung
Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man am 25. Mai 1945 das Reiterstandbild nebst den Reliefplatten mit bildlichen Darstellungen entfernt. Der Sockel blieb allerdings stehen und sollte weitergenutzt werden.
Der Sockel wurde später neu aufgearbeitet und man schuf an der Stelle eine Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus, welche unter Denkmalschutz steht. Das neu geschaffene Ehrenmal wurde am 22. Juni 1958, dem Jahrestag des Einfalls der deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion, enthüllt. [1]
Erhaltene Reliefplatte
Die an der Südwestseite angebrachte Reliefplatte vom König-Albert-Denkmal blieb erhalten und steht heute in der Parkanlage an der Nikolaikirche.
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, S. 182.