Jutta Damme
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Jutta Damme, (* 13. August 1929 in Meißen; † 4. April 2002 in Dresden) war eine Malerin, Grafikerin, Manufakturistin und Porzellankünstlerin. Nach ihrer Berufung 1967 zum Professor der Malerei war sie in der DDR die zweite Frau nach Lea Grundig in diesem Amt.
Leben
Jutta Damme wurde als Tochter vom Porzellanmaler Otto Damme und die Buchbinderin Ella Damme, geborene Streller in Meißen geboren. Die Familie Damme wohnte im Jahre 1935 im Triebischtal an der Jaspisstraße Nr. 15 in der Nähe der Köhlerstraße.[1] Nach dem Besuch der Volksschule beginnt sie 1944 eine Lehre als Porzellanmalerin an der Porzellanmanufaktur Meißen. Die Lehre kann J. Damme im Jahre 1949 erfolgreich abschließen. Gleich nach ihrer Ausbildung zur Porzellanmalerin beginnt sie noch 1949 ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Fritz Dähn und Rudolf Bergander. Von 1953 bis 1957 ist sie als Assistentin und Aspirantin bei R. Bergander beschäftigt und ab 1957 arbeitete vorwiegend freischaffend in Dresden.
In der Dresdner Abteilung für Kunsterziehung ist J. Damme von 1960 bis 1964 als Assistentin beschäftigt und wird 1964 zur Dozentin ernannt. Zum Professor der Malerei wird J. Damme dann bereits 1967 berufen. Sie ist in dieser Zeit neben Ursula Rzodecko und Eva-Maria Schreiter und neben 24 Männern eine der wenigen weiblichen Lehrkräfte. Zu ihren Schülern zählt von 1967 bis 1971 beispielsweise auch der Porzellankünstler Heinz Werner.[2] Sie ist in den Jahren von 1979 bis zu ihrer Emeritierung (Versetzung in den Ruhestand) 1989 die Leiterin einer Fachklasse für Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Bis zu ihrer schweren Erkrankung arbeitet sie in Dresden als freischaffende Künstlerin.
Jutta Damme war im Ausland an bedeutenden Ausstellungen beteiligt. Beispielsweise in den Städten Hamburg, Kassel, Helsinki, Coventry und in den Ländern Bulgarien sowie Ungarn. Zudem war sie in den Jahren 1953 bis 1988 an allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellung der DDR in Dresden beteiligt und stellte ihre Werke aus. Darunter viele Gemälde, Grafiken und Zeichnungen. Jutta Damme verstirbt am 4. April 2002 in Dresden.
Studienreisen
- 1954: Reise durch Polen.
- 1956: Studienreise nach Italien.
- 1963: Studienreisen durch die Sowjetunion und Usbekistan.
- 1966: Studienreise nach Ägypten.
Werke Malerei (Auszug)
- Frauen mit Sonnenblumen, Aquarell, 1965.
- Ägyptischer Junge, Aquarell, 1966.
- Mutter mit Kind auf der Schulter, Aquarell, 1968.
- Liebespaar liegend, Aquarell, 1969.
- Schnatternde Frauen, Aquarell, 1976.
- Lesendes Mädchen, Aquarell, 1978.
- Stürmischer Himmel, Aquarell, 1989.
- Blumen, Aquarell, 1999.
Ehrungen
- 1963: Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis.
- 1964: Kunstpreis der FDJ für ein zur 5. Kunstausstellung der DDR eingereichtes Werk.
- 1973: Kunstpreis der DDR.
- 1974: Verdienstmedaille der DDR.
- 1976: Johannes-R.-Becher-Medaille in Silber.
- 1978: Vaterländische Verdienstorden in Bronze (gemeinsam im Kollektiv).
- 1986: Hans-Grundig-Medaille.
Literatur
- Adressbuch Meißen, 1935.
- Uwe Beyer (Redaktion): VISIONEN – Heinz Werner – Dekore auf Meissener Porzellan. In: Meissener Manuskripte IV, Sonderheft IV, Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH, 1993.
Fotohinweis
Das Originalfoto ist unter https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/33007951 abrufbar. Bildhinweis: Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.