Julius Steglich
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Julius Steglich (*6. Februar 1839 in Meißen; † 15. Oktober 1913 in Dresden) war ein Historienmaler, Kirchenmaler und Buchillustrator. Er war ein Schüler von Ludwig Richter und arbeitete später im Atelier von Julius Schnorr von Carolsfeld. Julius Steglich stellte mehrfach seine Ölgemälde auf akademischen Kunstausstellungen in Dresden aus.
Leben und Werk
J. Steglich wurde 1839 als siebentes Kind eines Kreisamt-Komponisten (Beamter) in Meißen geboren. Der Vater verstirbt jedoch sehr früh und die Mutter hatte es schwer die Kunder zu versorgen. Da seine älteren Geschwister bereits Aufenthalt in Dresden hatten, weilte der zeichnerisch begabte Knabe oft bei ihnen. Später studierte er ab 1853 an der Kunstakademie in Dresden die Malerei. Den dortigen Lehrer Ludwig Richter verehrte er zeitlebens. Nach dem Studium findet er Aufnahme im Atelier von Eduard Bendemann. Nach dessen Berufung nach Düsseldorf wechselt er in das Atelier von Julius Schnorr von Carolsfeld.
Nach seiner Verheiratung in Dresden widmet er sich nun auch dem Holzschnitt und es erschien 1865 von ihm eine Bilderbibel für Kinder im Verlag von Justus Naumann. Viele seiner Holzschnitte wurden später im Jahre 1936 in Calwer zweimal 52 Biblische Geschichten für Schulen und Familien in großer Auflage gedruckt.
Es folgten Aufträge für größere Kirchenbilder in verschiedenen sächsischen Kirchen. Dadurch angeregt schuf J. Steglich einen ganzen Zyklus der großen Weihnachtsbilder, die dann in Dresden, in anderen sächsischen Städten und auch im Ausland gezeigt werden. Weiterhin illustriert er noch einige Bücher. Durch die Illustrationen hatte er sich nun auch dem genrebildlichen Gebiete zugewendet. Ein größeres Bild dieser Art wird von J. Steglich als „Erntezug“ geschaffen. Auch diese Illustration war auf einigen Ausstellungen vertreten und fand große Beachtung. Julius Steglich verstarb am 15. Oktober 1913 in Dresden.[1]
Werke (Auswahl)
- Die Aussetzung des Moses, Gemälde um 1860.
- Angelica und Medor, Gemälde um 1861.
- Odysseus wird schlafend nach Ithaka gebracht und beim Fußwaschen erkannt, Gemälde um 1864.
- Segnender Christus über den Wolken, Kirchenbild für die Kirche in Herzfeld bei Zittau.
- Abendmahl, Kirchenbild für die Kirche in Gatzen bei Groitzsch.
- Die Geburt Christi, Kirchenbild für die Kirche der Diakonissenanstalt Dresden, 1875.
- Die Anbetung der heiligen drei Könige, Kirchenbild für die Kirche der Diakonissenanstalt Dresden, 1876.
Ehrungen
- 1860 Kleine silberne Medaille der Kunstakademie Dresden.
- 1863 Große silberne Medaille der Kunstakademie Dresden.
- 1864 Kleine goldene Medaille der Kunstakademie Dresden.
Literatur
- Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.
Einzelnachweise
- ↑ Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 86 und 87.