Johann Gottlob Matthäi
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Johann Gottlob Matthäi (* 17. Juli 1753 in Meißen; † 4. April 1832 in Dresden) war ein Bildhauer, Modelleur, Porzellankünstler und Manufakturist an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen.[1] Zudem hatte er das Maurerhandwerk erlernt.
Leben und Werk
Johann Gottlob Matthäi wurde 1753 als Sohn des Porzellanmalers Johann Christoph Matthäi in Meißen geboren. Er hatte zunächst selbst die Absicht einmal ein Kunstmaler zu werden und trat daher in die Zeichenschule der Porzellanmanufaktur Meißen ein. Dort war er ein Schüler vom Hofmaler Christian Wilhelm Ernst Dietrich. Er blieb dort sechs Jahre und lernte von Dietrich. Er hatte sich jedoch auch der Architektur zugewandt und ließ sich beim Hofmauermeister Christoph Bormann (1700-1787) in Dresden ausbilden. Später erlernte er unter der Anleitung von Johann Joachim Kaendler das Modellieren an der Porzellanmanufaktur Meißen. J. G. Matthäi soll im Jahre 1776 mit fünf weiteren Kollegen nach Kopenhagen gegangen sein, er kehrte aber schon nach vier Monaten wieder zurück. J. G. Matthäi war an der Porzellanmanufaktur sehr viel mit Kopien klassischer Skulpturen beschäftigt, welche er in die geforderten Miniaturmaße des Meißner Biskuitporzellans transponierte. Es gibt dabei in der Manufaktur eine enge Zusammenarbeit mit Christian Gottfried Jüchtzer. Später wird er zum Modellmeister unter Michael Victor Acier berufen.
Nach einer vierjährigen Tätigkeit als Modelleur an der Manufaktur erlaubte ihm der Direktor Camillo Graf Marcolini den Aufenthalt in Dresden, um dort für die Manufaktur nach den dortigen Antiken zu arbeiten. Bereits 1786 hatte er in Dresden die Laokoon-Gruppe aus Ton nachgestaltet. Dazu stellte er noch eine „Magdalena“ und einen „Johannes“ auf einer Kunstausstellung aus. Gefertigt waren die Plastiken damals aus einer selbst erfundenen Masse. Ab 1795 wurde J. G. Matthäi zum Inspektor der Mengsschen Gipsgüsse berufen und er verlegt dafür seinen Wohnsitz nun endgültig nach Dresden.
Johann Gottlob Matthäi verstirbt am 4. April 1832 in Dresden. Er hinterließ bei seinem Tode die drei Söhne Johann Friedrich Matthäi, Karl Ludwig Matthäi und Ernst Gottlob Matthäi, welche später selbst namhafte Künstler werden.[2]
Werke (Auswahl)
- Basreliefs nach Herculanum für den englischen Pavillon in Pillnitz, nach 1786.
- Verschiedene Büsten wie „Tycho de Brahe“, „Newton“ und „Leibnitz“, nach 1786.
- Kolossalbüste des Kurfürsten Friedrich August, für den Dresdner Salon, 1803.
- Muse der Verschwiegenheit, Skulptur, 1807.
Literatur
- Taufregister der Stadtkirche 1753.
- Keller: Nachrichten von allen in Dresden lebenden Künstlern, 1788.
- Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler (1888), Meißen, 1888.
- Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975.