Johann Friedrich Starke

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Johann Friedrich Starke (* 5. Februar 1802 in Cölln bei Meißen; † 10. Januar 1872 in Dresden) war ein Landschafts- und Blumenmaler, Aquarellist und der Direktor einer Gobelinmanufaktur in Frankreich. Mit großer Vorliebe widmete er sich besonders dem Gebiete der Blumenmalerei. Er gehörte zu den beliebtesten Blumenmalern seiner Zeit.

Leben und Werk

J. F. Starke wurde 1802 in der damals noch selbstständigen Landgemeinde Cölln bei Meißen geboren. Er war der Sohn des Weinbergsbesitzers Starke. Nach Beendigung seiner Schulzeit ging er auf Wunsch seines Vaters als Schreiber in den Dienst eines Advokaten nach Dresden. Er nutzte jede Stunde seiner Freizeit um sich die Fertigkeiten des Zeichnens anzueignen und zu vervollkommnen. Seine ersten Studien zeigten dabei den Advokaten selbst, worauf Starke dort entlassen wurde. Unter anfänglichen Protest seines Vaters ging J. F. Starke an die Dresdner Akademie um das Malen zu studieren. Den größten Teil seines Unterhaltes verschaffte er sich dabei selbst durch die private Erteilung von Zeichenunterricht.

Im Jahre 1824 reiste er nach Paris, welches damals als das „Rom der Blumenmalerei“ galt. Sein zeichnerisches Talent war groß und so hatten sich bald Gönner um ihn versammelt und auch sein Verdienst war abgesichert. Bald schon wurde er zum Zeichenlehrer der Kinder von Louis-Philippe I. (1773-1850) König der Franzosen berufen. Vom König bekam er später auch den Professorentitel verliehen. Nach dessen Absetzung 1848 bekam er die Stelle eines künstlerischen Direktors in der berühmten Gobelinmanufaktur zu Beauvais. Dort arbeitete er bis um 1851 und kehrte dann nach Paris zurück.

J. F. Starkes Gemälde und Aquarelle zeigen meist Landschaften und Stillleben vor allem aber immer wieder Blumen. Seine Bilder sind in Frankreich beliebt und werden gern gekauft. Zwei seiner Gemälde fanden Aufnahme in der Gemäldesammlung des Louvre. Von Paris aus unternimmt er zahlreiche Reisen durch Südfrankreich und es entstehen weitere Werke. Im Jahre 1858 kehrt Johann Friedrich Starke wieder nach Meißen zurück. 1861 siedelt er jedoch nach Dresden über und noch immer widmet er sich der Blumenmalerei und erteilt Zeichenunterricht. In Dresden ist er zudem mit seinen Werken auf einigen Ausstellungen vertreten.

Johann Friedrich Starke verstirbt am 10. April 1872 verehrt und geachtet von seinen Schülern und Fachkollegen in Dresden.[1][2]

Werke (Auswahl)

  • Kaktusblüten, Grafik 1829.
  • Stillleben mit Kürbis, Ölgemälde 1857.
  • Stillleben mit Pfirsichen, Ölgemälde 1862.
  • Blumenbouquet, Aquarell 1862.
  • Fischerboot vor der Küste von Dover, Ölgemälde um 1865.

Literatur

  • Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.
  • Hermann Arthur Lier: Starke, Johann Friedrich, in Allgemeine Deutsche Biographie Nr. 35, 1893.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 85 und 86.
  2. Hermann Arthur Lier: Starke, Johann Friedrich, in Allgemeine Deutsche Biographie Nr. 35, 1893, S. 494 bis 495.