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Johann David Elsasser war ein, Auftragsreisender der Porzellanmanufaktur, Porzellankünstler und Manufakturist. Wann der Porzellankünstler in die Königlich-Sächsischen Porzellanmanufaktur Meißen eingetreten ist, konnte bisher nicht genau belegt werden. Auch seine Lebensdaten sind noch unbekannt.

J. D. Elsasser an der Porzellanmanufaktur Meißen

Erste Berichte über Informationsreisen gemeinsam mit Johann Christoph Hummitzsch nach Paris und Straßburg liegen für die Jahre 1764 bis 1766 vor. In Frankreich sollten sie den damaligen Zeitgeschmack der Leute erkunden, aber auch für die Porzellanmanufaktur in der Albrechtsburg einen „brauchbaren“ Bildhauer ausfindig machen. Es war in dieser Zeit für die Meißner Manufaktur immer problematischer geworden, die Dominante im europäischen Porzellanschaffen halten zu können. Daher stellte man Erkundungen an.

J. D. Elsasser wurde 1764 auch nach Höchst und Frankenthal geschickt um dort in den Porzellanmanufakturen brauchbare Informationen über die Kapazität, deren Waren und Preise einzuholen. Er gibt nach Rückkehr einen entsprechenden Bericht nebst Gutachten ab und erwähnt die teilweise hohen Herstellungskosten in Höchst, welche dort den Geschäftsgang erschweren. Über die Porzellanmanufaktur in Höchst wurde am 24. Juni 1764 zudem angemerkt:

„Von Höchst haben wir Geschirre nach sorgfältiger Beobachtung an innerlicher Beschaffenheit sehr gut befunden, doch fehlt es ihnen an tüchtigen Farben, wenn man das Schwarz und den Purpur ausnimmt, als welche beide sehr schön sind. Sie haben einen guten Bildhauer zu Figuren und Bluhmen-Mahler von Geschicklichkeit. Die Preise des Verkaufs sind beynahe den Meißnischen gleich.“

Im Reisebericht von J. D. Elsasser nach Frankenthal steht beispielsweise noch:

„18. Juni 1764, von Frankenthaler Arbeit schöne Stücke, sowohl die Massa betreffend, als besonders die Bildhauer Arbeit, gesehen haben. Denn die Bildhauer sind entwichene Meißener, mit denen wir selbst gesprochen.“

Nach Johann Joachim Kaendlers Tod arbeitet J. D. Elsasser vorwiegend mit den Porzellankünstlern Michel Victor Acier, Johann Carl Schönheit und Christian Gottfried Jüchtzer zusammen.[1]

Literatur

  • Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975.

Einzelnachweise

  1. ↑ Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975, S. 151, 153-154, 160-1963, 449, 460 und 511.