Johann Carl Schönheit

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Apollo, Porzellanfigur nach Ch. C. Schönheit, 1784.

Johann Carl Schönheit (* Februar 1730 in Meißen; † 27. Mai 1805 ebenda) war ein Bildhauer, Modelleur, Porzellankünstler und Manufakturist. Bekannt wurde der Künstler durch seine vielen Porzellangruppen-Modelle für die Königliche Porzellanmanufaktur-Meißen.[1]

Leben und Werk

J. C. Schönheit wurde im Februar 1730 als Sohn eines Maschinengehilfen der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen geboren. Bereits 1745 tritt er zunächst als Bossierer-Lehrling in die Porzellanmanufaktur Meißen ein.[2] Nach dem erfolgreichen Lehrabschluss arbeitet er ab 1747 als Verputzer und bildet sich nebenher weiter. Über viele Jahre lernte und arbeitete er dabei auch unter Johann Joachim Kaendlers Führung. Ab dem Jahr 1764 wird er dann auch in der Manufaktur als Bossierer beschäftigt.

Als Mitglied des sogenannten „Weißen Corps“ wird er bald in führender Position urkundlich genannt und ab 1768 wurde J. C. Schönheit in Stücklohn bezahlt. Er fertigt in dieser Zeit einzelne Objekte nach Formabguss oder Zeichnungen an. Zudem wird er auch mit Modellier- und Bildhauerarbeiten beauftragt. Unter der Anleitung von Michel Victor Acier lernte er die künstlerische plastische Gestaltung besser umzusetzen und er entwickelte sich dabei zu einem vielseitigen Bildhauer und Modelleur.

Später arbeitet Johann Carl Schönheit oft gemeinsam mit Christian Gottfried Jüchtzer und Johann Gottlieb Matthäi für die Porzellanmanufaktur. Verantwortlich für die plastische Gestaltung waren in dieser Zeit J. C. Schönheit und Ch. G. Jüchtzer. Ein Beispiel der guten Zusammenarbeit sind dabei die modellierten Büsten „Zeus und Neptun“, ausgeführt in Biskuitporzellan, denn sie finden große Bewunderung und werden zahlreich gestaltet. J. C. Schönheit ist aber auch als Einzelkünstler weiter aktiv.

Neben dem Kopieren von monumentalen Werken fertigte er auch filigrane eigene Figuren-Serien. Nach Vorlagen der Skulpturensammlung Dresden modellierte er beispielsweise die Figurengruppe „Amor und Psyche“ und entfacht damit die Sammelleidenschaft der Porzellanfreunde weltweit. Wegen einer sich weiter verschlechterten Krankheit erhält J. Ch. Schönheit ab dem 1. Oktober 1794 seine Pensionierung. Er verstirbt am 27. Mai 1805 in Meißen. Auch noch heute gehören seine einst modellierten Figurengruppen zu den begehrten Stücken aus „Weißem Gold“.

Werke (Auswahl)

  • Gärtnerin, Figur, 1767.
  • Amor und Psyche um 1772.
  • Devisenkinder, Figurengruppe, gemeinsam modelliert von Jüchtzer, Schönheit, Acier und Matthäi.
  • Die Frisur, Figurengruppe, 1774.
  • Jäger mit Hund und Jägerin mit Windhund, Figurengruppen, 1788.

Literatur

  • Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975.

Einzelnachweise

  1. Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975, S. 154 bis 156, 171, 460, 484 und 490; Abbildung S. 139.
  2. Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975, S. 461, vergleiche dazu rechte Spalte.