Hornäffchen (Backwerk)
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Die sogenannten Hornäffchen (Backwerk) wurden einst einmal von verschiedenen Meißner Bäckern gebacken und angeboten. Das „Hornäffchen“ hatte die Form eines doppelten Hornes und wurde vorwiegend aus Hefeteig hergestellt. Nach dem Backen bekamen die Hornäffchen noch eine Zuckerglasur. Vergleichbar ist das Gebäck mit spitzen Hörnern in einer Art von Brezelgestalt. Im Laufe der Zeit ist das Backwerk aus den Bäckerläden verschwunden.
Geschichte
In der Stadt Meißen war das Gebäck allerdings noch um 1870 gut bekannt.[1] Doch auch bei den Bäckern in Großenhain[2] und Siebenlehn waren die „Hornäffchen“ im Angebot.[3] Das Backwerk war in Sachsen durchaus ein regional bekanntes Backwerk. Die Bezeichnung selbst ist offenbar vom meißnisch-schlesischen „hornoff“ oder auch „hornaff“ abgeleitet.
Bezeichnung / Ableitungen
Hornäffchen wurden nur im Monat Februar in der Fastnachtszeit (Fastenzeit) gebacken. Da der Monat Februar damals noch nach altdeutscher Bezeichnung „Hornung“ genannt wurde, wäre hier durchaus eine Möglichkeit der Ableitung vorhanden. Gleiches gilt für die Tatsache, dass im Monat Februar die männlichen Rothirsche ihre Geweih-Stangen abwerfen. Auch hier gibt es eine Verbindung zu „Horn“.
Das Wort „Äffchen“ wurde dagegen für alles was ungewöhnlich und putzig war verwendet. Aber auch die Bäcker selbst wurden sehr oft umgangssprachlich mit dem Namen „Hornaffe“ oder auch Teigesel“ in Verbindung gebracht.
Literatur
- Reinhold Hornig: Führer durch die Sammlung des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen. Verein für Geschichte der Stadt Meißen, Meißen, 1915.
- Der Leipziger Speckkuchen. In. Dresdner Nachrichten, 28. April 1870.
- Siegfried Sieber: Unser Brot und Backwerk. In. Erzgebirgischer Volksfreund, Beilage „Heimatblätter“, 23. März 1940.
Einzelnachweise
- ↑ Reinhold Hornig: Führer durch die Sammlung des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen. Verein für Geschichte der Stadt Meißen, Meißen, 1915, S. 28.
- ↑ Siegfried Sieber: Unser Brot und Backwerk. In. Erzgebirgischer Volksfreund, Beilage „Heimatblätter“, 23. März 1940.
- ↑ Der Leipziger Speckkuchen. In. Dresdner Nachrichten, 28. April 1870, S. 2.