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An der Hochuferstraße in Meißen.

Die Hochuferstraße hatte man als Entlastungstraße des Straßenzuges Elbstraße-Heinrichsplatz-Leipziger Straße neu gebaut. Sie wurde am 2. Juni 1938 ihrer Bestimmung übergeben. Die Fahrstraße beginnt unterhalb der Altstadtbrücke und geht im Verlauf der Bundesstraße B 6 in die Meißner Straße über.

Geschichte

Die Hochuferstraße galt schon immer an einigen Stellen als hochgradig hochwassergefährdet, obwohl sie durch Aufschüttungen eines Straßendammes hoch verlegt war. Besonders gefährdet ist dabei der Abschnitt, welcher unter der Altstadtbrücke hindurchführt. Am 1. April 1937 hatte man beschlossen der Straße den Namen „Dr.-Wilhelm-Frick-Straße“ zu geben. Wilhelm Frick (1877-1946) war ein NS-Politiker und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Kriegsverbrecher am 16. Oktober 1946 in Nürnberg hingerichtet. Die Umbenennung galt damals auch zeitgleich für die Uferstraße, da man beide Straßennamen in Dr.-Wilhelm-Frick-Straße zusammenlegte.

Am 18. Oktober 1949 wurde die Straße in „Dr.-Wilhelm-Külz-Ufer“ umbenannt. Benannt wurde die Straße dabei nach dem Juristen und Mitbegründer der LDPD in der SBZ „Wilhelm Külz“ (1875-1948). Die Umbenennung galt jedoch nur für die Hochuferstraße, den die Zusammenlegung beider Straßen wurde wieder aufgehoben und die Uferstraße bekam ihren alten Namen zurück. Ab dem 1. Januar 1991 galt dann die Rückbenennung vom „Dr.-Wilhelm-Külz-Ufer“ in „Hochuferstraße“.

Tankstelle

Im April 1939 ging an der Hochuferstraße eine „Sammeltankstelle“ in Betrieb. Dabei wurden aus acht Tankbehältern das Benzin von fünf Herstellern angeboten. Im Jahre 1953 wurde die Tankstelle und Reparaturwerkstatt enteignet und dem VEB Minol zugeordnet. Am 3. November 1991 wurde die Tankstelle abgerissen und am 15. April 1992 als moderne Großtankstelle wiedereröffnet.

Nach 1990

In den Jahren 2005 bis 2007 wurde die Hochuferstraße ausgebaut und bekam im Bereich der Altstadtbrücke eine 164 m lange und bis 2,50 m hohe Stahlbeton-Hochwasserschutzmauer. Ab dem 22. August 2007 war die vollständig erneuerte Hochuferstraße wieder durchgängig zweispurig befahrbar. Dabei wurde auch im Elbuferbereich zwischen Fährmannstraße und Poststraße ein Radweg angelegt. Am 30. November 2007 wurden mit der Pflanzung des letzten Baumes am Radweg die Arbeiten offiziell abgeschlossen. Im Februar 2008 war dann auch der linkselbische Elberadweg im Bereich des Elbkais sowie des Festplatzes vollendet. Auch im Jahre 2024 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Hochuferstraße statt.[1]

Literatur

  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax-Verlag, Beucha 2009, S. 133 und 134.