Hermann Peter
Hermann Peter (1837-1914), eigentlich Hermann Wilhelm Gottlob Peter, war ein klassischer Philologe und Gymnasiallehrer. Er war zudem Rektor an der Fürstenschule und zweiter Vorsitzender des Dombauvereins zu Meißen. In seiner Funktion war er ein Vorstandsmitglied des Dombauvereins zu Meißen.
Als Vorsitzender des Bauausschusses hat er maßgeblich an der Vollendung der Meißner Domtürme mitgewirkt. Der Bau der Meißner Domtürme lag Hermann Peter besonders am Herzen.
Hermann Peter wurde am 7. September 1837 in Meiningen geboren. Nach dem Abitur studiert er klassische Philologie in Breslau und Bonn und unternimmt eine Studienreise nach Italien. Danach folgte er dem Ruf nach Meißen und nimmt 1871 eine Lehrerstelle an der Fürstenschule St. Ara an. Schon 1874 übernimmt er als Rektor die Leitung der über die Grenzen Sachsens hinaus bekannten Fürstenschule. Die Stadt Meißen wird bald zu seiner zweiten Heimat. Eine ihm angebotene Professur in Kiel lehnt Hermann Peter ab um in Meißen seine Forschungen weiter zu betreiben.
In der Stadt Meißen gilt er als hoch angesehener Bürger. Er war Mitbegründer vom Verein für Geschichte der Stadt Meißen und zudem Mitglied im Kirchenvorstand von St. Afra. Im Jahre 1905 ging Hermann Peter in den Ruhestand.
Aufgrund seiner Verdienste um den Dombau wurde er 1911 als Domherr ins Domkapitel zu Meißen berufen. Als Abgeordneter vertrat er das Hochstift Meißen in der Ersten Kammer des sächsischen Landtags. Hermann Peter verstirbt am 16. Februar 1914 in Meißen.[1][2][3][4]
Literatur
- Vorstand des Meißner Dombauvereins: Zur Erinnerung an die Feier der Wiederherstellung der Westtürme des Domes, Vorstand des Meißner Dombauvereins, Druck: C. E. Klinkicht & Sohn, Meißen, 1908.
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929 (online).
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
- Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 132 bis 141, 216 bis 221.
- ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.