Hermann Österreich Hut- und Korbmacher

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Ein Korbmacher bei der Arbeit um 1888 (Beispielfoto).

Die Firma Hermann Österreich Hut- und Korbmacher betrieb um 1857 ihr Geschäft noch am Baderberg Nr. 92 (heute Baderberg Nr. 3) in der Altstadt von Meißen. Später hatte man offenbar die Hutmacherei aufgegeben und stellte nur noch Korbwaren her. Die Korbmacher waren in Meißen einst mit zahlreichen Geschäften vertreten und boten ihre Waren auch auf den Wochen- und Jahrmärkten an. Die Firma Hermann Österreich zog später in das Wohnhaus Theaterplatz Nr. 10 und ab 1910 war das Geschäft im Wohnhaus Görnische Gasse Nr. 40 untergebracht.

Als Hutmacher

Die Firma Hermann Österreich hatte einst auch mit der Hutmacherei Erfolg, denn es finden sich in den Meißner Zeitungen um 1857 einige „Anzeigen in Reimen verfasst“ um beim Publikum Aufmerksamkeit zu finden.

„Zu Anfang schöner Tage biete

Ich dieses Jahr wieder meine Hüte

In hübscher Auswahl ganz modern;

Und braune extrafeine für Herrn

Als ganz besonders mit zugleich

Am Baderberg H. Österreich.“[1]

Die Korbmacherei

Der Familienname der Meißner Korbmacher-Familie Österreich wird in den verschiedenen Adressbüchern und in anderen Publikationen unterschiedlich geschrieben. Es wurde dabei „Österreich“, „Oesterreich“, „Östreich“ und auch „Oestreich“ verwendet. Im Stadtwiki-Artikel wurde sich für die Schreibweise „Österreich“ entschieden.

In der Familie Österreich gab es um 1890 noch vier Meißner Korbmacher. Zwei davon waren sogar Korbmachermeister. Die Werkstätten waren in der Stadt verteilt. Man betrieb ein Korbmacher-Geschäft in der Gerbergasse, am Hahnemannsplatz und gleich zwei Geschäfte am Baderberg. Die beiden Geschäfte vom Baderberg zogen zunächst zum Theaterplatz Nr. 10. Ein Geschäft davon zog schließlich in die Görnische Gasse Nr. 40 und blieb dort viele Jahre.

Nach dem Umzug in die Görnische Gasse wurde die Korbmacherei um 1924 von der Witwe Anna Österreich weitergeführt. Hermann Österreich war inzwischen verstorben. Das Geschäft fungierte noch unter dem Namen Firma Hermann Oestreich, Korb- und Kinderwagengeschäft bis in die 1930er Jahre. Auch nach dem Wechsel der Geschäftsbesitzer wurden dort noch lange Korbwaren angeboten. Agnes Koch hatte die Korbmacherei noch vor 1950 übernommen und es gab dort sogar eine Reparaturwerkstatt für Korbwaren aller Art.

Literatur

  • Verschiedene Adressbücher der Stadt Meißen und Einwohnerbücher.
  • Rat des Kreises Meißen und Kulturbund: Meißner Heimat, Heft April 1957.

Einzelnachweise

  1. Redaktion Meißner Heimat: Vor hundert Jahren, Heft April 1957, S. 15.