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Herbert Zschoke (* 17. August 1914 in Grumbach bei Freital) war ein Medailleur, Plaketten- und Porzellankünstler sowie ein Manufakturist. Er zählt mit zu den Künstlern, welche an der Gestaltung von Medaillen der Porzellanmanufaktur Meißen beteiligt waren.[1]

Leben und Werk

Herbert Zschoke wurde 1914 in Grumbach in der Nähe von Freital geboren. Nach seiner Schulzeit kommt er nach Meißen und beginnt 1929 eine Lehre als Modelleur an der Manufaktur im Triebischtal. Er ist dabei ein Schüler von Emil Paul Börner. Nach seiner Ausbildung arbeitet er an der Porzellanmanufaktur Meißen als Medailleur und wird um 1940 zum Kriegsdienst in die deutsche Wehrmacht eingezogen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt H. Zschoke wieder an die Porzellanmanufaktur zurück und arbeitet erneut als Modelleur. Ab 1971 wird er in der Entwicklungsabteilung zu Ludwig Zepner berufen. Er arbeitet dort in dieser Zeit auch am Service „Großer Ausschnitt“ mit.

Medaillen für die Porzellanmanufaktur Meißen

Ab 1948 erstellt er einige Entwürfe und Modelle für Porzellanmedaillen und Plaketten. Beispielsweise lieferte er 1948 das Modell zur keramischen Medaille aus Böttger-Steinzeug „Kurort Bärenfels“, mit dem Gemeindewappen. Von der Großmedaille werden nur 100 Exemplare gefertigt. Zudem liefert er das Modell zur Medaille aus Böttger-Steinzeug „Kasernierte Volkspolizei“ aus dem Jahre 1952. Die Medaille hatte eine Auflage von 300 Exemplaren.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 464.
  2. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S.140, 147 und 441.