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Horns Weinstuben in der Elbstraße 1898.

Henriette Emma Horn, geb. Lansky (1856-1943) war eine Weingroßhändlerin in Meißen. Sie wurde nach dem Tod ihres Ehemanns Otto Horn die Inhaberin der „Weingroßhandlung und Konditorei Otto Horn“ in der Elbstraße 9. Im Jahre 1904 trat auch der gemeinsame Sohn Ernst Otto Horn als Teilhaber in das Geschäft ein. Es gelang Emma Horn das Vermögen der Familie durch den Kauf von Grundstücken kontinuierlich zu erweitern. Besonders der Erwerb von lukrativen Weinberggrundstücken, wie zum Beispiel das Grundstück Plossenweg 4, trug dazu bei.

Im Jahre 1937 zog sich Emma Horn endgültig aus dem Geschäft ins Privatleben zurück. Henriette Emma Horn verstarb 1943 in Meißen. Die Grabstätte der Familie Horn befindet sich auf dem Stadtfriedhof Meißen, Nossener Straße.

Hoflieferantin

Nach dem Tod ihres Gatten Otto Horn am 7. Dezember 1898 führte Emma Horn vorläufig als alleinige Inhaberin die Geschäfte weiter. Das Prädikat eines Königlichen Hoflieferanten ging mit dem Tod von Otto Horn allerdings verloren. Emma Horn fragte am 20. Dezember 1898 beim Ministerium des Königlichen Hauses in Dresden an, ob das Prädikat auf ihren Namen übertragen werden kann. Das war jedoch nicht möglich. Allerdings stellte man ihr anheim, selbst einen Antrag für das Prädikat „Königliche Hoflieferantin“ zu stellen. Am 17. Januar 1899 wurde durch Emma Horn ein entsprechender Antrag gestellt. Bereits am 20. Januar 1899 wird ihr dann durch König Albert von Sachsen das Prädikat „Königliche Hoflieferantin“ verliehen.

Am 10. Oktober 1899 fragte die Konditoren-Kreis-Innung (Zwangsinnung) zu Dresden beim Königlichen Oberhofmarschallamt an, ob die Inhaberin Emma verw. Horn in Meißen, Elbstraße 9, tatsächlich den Titel eines „Hofkonditors“ und „Hoflieferantin Sr. Majestät“ erhalten hätte. Gleichzeitig wollte man dort wissen, ob sich die Titel nur auf die Konditorei oder auch auf die Weingroßhandlung erstrecken.[1]

Die Antwort aus dem Ministerium des Königlichen Hauses vom 1. November 1899 stellte klar, dass der Henriette Emma Horn lediglich das Prädikat einer „Königlichen Hoflieferantin“ verliehen worden ist. Der Titel galt demnach gleichzeitig für Konditorei und Weingroßhandlung. Als Gründe für die Anfrage sind Klatsch, Gerüchte oder auch Neid zu vermuten.

Literatur

  • Akte im Hauptstaatsarchiv Dresden, 10711 Ministerium des Königlichen Hauses, Loc. 25, Nr. 13, Vol. XVII.

Einzelnachweise

  1. Akte im Hautstaatsarchiv Dresden, 10711 Ministerium des Königlichen Hauses, Loc. 25, Nr. 13, Vol. XVII. S. 1 bis 14.