Heinz Melzer
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Heinz Melzer (* 16. Oktober 1920 in Lichtenstein-Callenberg/Erzgebirge; war ein Bildhauer, Industrieformgestalter und Porzellankünstler. Er zählt mit zu den Künstlern, welche an der Gestaltung von Porzellanmedaillen der Porzellanmanufaktur Meißen beteiligt waren.[1] Heinz Melzer lebte in Weimar.
Leben und Werk
Heinz Melzer wurde im Jahre 1920 in Lichtenstein-Callenberg/Erzgebirge in der Nähe von Glauchau geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er ab 1947 Bildhauerei an der Hochschule für Baukunst und bildende Kunst Weimar. Dort ist er ein Schüler von Siegfried Tschierschky (Architekt) und Hans van Beck (eigentlich Hans Breker). Gleich anschließend absolviert er ein Studium als Industrieformgestalter bei Horst Michel.
Ab 1952 wird er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Innengestaltung der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar. 1954 entwirft er einen Kachelofen aus Keramik, welcher später vom VEB Plattenwerke Meißen hergestellt wird. Zudem ist H. Melzer auf der 4. Deutschen Kunstausstellung 1958 in Dresden mit einem weiteren Kachelofen-Modell vertreten.
H. Melzer nimmt 1962 an der Internationalen Keramikausstellung in Prag teil und bekommt dort ein Ehrendiplom. Im Jahre 1963 erhält er vom Ministerium für Kultur der DDR für hervorragende Formgestaltung eine Goldmedaille. Er stellt auch mit Erfolg seine keramischen Werke gemeinsam mit Horst Michel im Grassi-Museum Leipzig aus. Weiterhin beteiligt er sich an internationalen Ausstellungen im In- und Ausland und fast an allen Kunstausstellungen der DDR. Er hatte dabei eigene Ausstellungen in Lichtenstein/Erzgebirge, Eisenach, Berlin und Weimar. Studienreisen führten Heinz Melzer in die UdSSR, die ČSSR, nach Polen und Bulgarien.[2]
Arbeiten für die Porzellanmanufaktur Meißen
Ab dem Ende der 1950er Jahren gibt es die ersten Kontakte zur Porzellanmanufaktur Meißen. Für die Manufaktur ist er nun auch als freischaffender Künstler aktiv und erstellt einige Entwürfe für Porzellanmedaillen und Plaketten, welche später umgesetzt werden. Folgende Medaillen sind bekannt:
- 1959: Hochschule für Architektur und Bauwesen, Weimar, Entwurf und Modell zur Medaille aus Biskuitporzellan.
- 1961: Internationale Gartenbauausstellung Erfurt, Entwurf zur Medaille aus Böttger-Steinzeug.
- 1961: Für besondere Verdienste um die Qualitätsverbesserung / VVB Keramik, Entwurf und Modell zur Großmedaille aus Böttger-Steinzeug.[3]
Literatur
- Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988.
Einzelnachweise
- ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 454.
- ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 454.
- ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 243, 244, 382, 383 und 438.